Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Salle Modulable: Es braucht deutlich mehr

Endlich geht etwas in Sachen Salle Modulable. Stadt und Kanton präzisierten gestern den weiteren Zeitplan für die Realisierung des neuen Theaters, das bis Ende 2018 baureif sein muss. Als ersten konkreten Schritt in diesem Countdown präsentieren Stadt- und Regierungsrat eine Botschaft an ihre Parlamente.
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die wichtigste Erkenntnis darin: Die Projektierungskosten haben sich mit 12 Millionen Franken fast verdoppelt. Zudem wird die Gründung einer Stiftung in Aussicht gestellt, welche als Eigentümerin des Theatergebäudes auftreten soll.

Das ist aber auch schon alles an Konkretem, was die Verantwortlichen fünf Monate vor der ersten Volksabstimmung zu bieten haben. Wer trägt welchen Teil der Baukosten? Das müsse noch verhandelt werden. Können die Betriebskosten wie gewünscht gesenkt werden? Das könne man erst später sagen. Kommt hinzu, dass offenbar Uneinigkeit darüber herrscht, wie viel Platz das Luzerner Theater in der neuen Salle Modulable tatsächlich erhalten soll.

Als weitere Unsicherheit kommt der drohende Investitionsstopp des Kantons hinzu. Sollte sich der Kantonsrat angesichts der dramatischen Finanzlage zu einem solchen Schritt entschliessen, würde beim neuen Theater schon in der Projektierungsphase ein Loch von 7 Millionen Franken klaffen.

Ob mit dieser Ausgangslage eine Volksabstimmung zu gewinnen ist, ist fraglich. Denn die Öffentlichkeit steht zurzeit der Salle Modulable äusserst kritisch gegenüber. Der Standort Inseli wird bemängelt, der Nutzen eines neuen Kulturbaus generell hinterfragt.

Wenn die Verantwortlichen wollen, dass aus der Riesenchance kein Riesendesaster wird, müssen sie jetzt schnell und überzeugend darlegen, weshalb sich das Grossprojekt für den Kulturstandort Luzern trotz knapper Kassen unbedingt lohnt. Andernfalls werden ein paar verlorene Qua­dratmeter Grünfläche aus­reichen, um den Traum vom neuen Theater definitiv zu bodigen.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.