SALLE MODULABLE: Gelbe Schuhe gegen das Theater-«Opfer»

Rund 400 Personen versammelten sich am Freitagmittag vor dem Luzerner Stadthaus. Sie demonstrierten friedlich gegen den «geplanten massiven Subventionsabbau für das professionelle Theaterschaffen in Luzern».

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Eine «Güllener Szene» vor dem Luzerner Stadthaus. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Eine «Güllener Szene» vor dem Luzerner Stadthaus. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Hintergrund ist der kürzlich veröffentlichte Planungsbericht des Stadtrats. Er schlägt vor, das Luzerner Theater in die geplante Salle Modulable zu integrieren - allerdings ohne Tanz und Schauspiel.

Unzählige gelb besprayte Schuhe wurden aufgereiht und erinnerten an Friedrich Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame». Alle Bewohner Güllens, die bereit sind, einen Mord zu begehen, um dafür ein enormes Geldgeschenk zu erhalten, tragen dort gelbe Schuhe. «Auch in Luzern muss für die verführerischen 100 Millionen Franken, die anonyme Spender für den Bau der Salle Modulable zur Verfügung stellen, ein Opfer gebracht werden, nämlich die Aufgabe des Dreispartentheaters», hiess es.

«Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Salle Modulable», betonten die Vertreter der freien Theaterszene, «aber wir verlangen, dass wir ab sofort in die Diskussionen einbezogen werden.»

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag, 14. November in der «Neuen Luzerner Zeitung».


Impressionen von der Theater-Demo: