Salle Modulable: Justizstreit geht jetzt los

114 Millionen Franken: Um diese hohe Streitsumme geht es am Mittwoch vor dem Friedensgericht. Und: Die Stiftung Salle Modulable will den Rechtsstreit weiterziehen.

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Gibt es eine verbindliche Zusage oder nicht? Im Gezerre um die Salle-Modulable-Millionen startet gemäss Recherchen der Neuen Luzerner Zeitung der Justizstreit. Die von der Stiftung Salle Modulable initiierte Schlichtungsverhandlung findet am Mittwoch auf dem Friedensrichteramt Luzern statt. Der Millionenstreit war ausgebrochen, nachdem die Gönnerschaft im Oktober 2010 die in Aussicht gestellten 120 Millionen Franken für den Bau eines neuartigen Musiktheaters überraschend zurückgezogen hatte. Rund 6 dieser 120 Millionen sind bereits für Projektierungsarbeiten ausbezahlt worden. Für die zuständige, vollamtliche Friedensrichterin Margaretha Reichlin ist es aufgrund der hohen Streitsumme ein aussergewöhnlicher Fall.

Kommt keine Einigung zu Stande, wird das Friedensgericht eine Klagebewilligung aussprechen. Schon jetzt ist klar: Die Stiftung Salle Modulable, will den Fall weiterziehen, wie Stiftungspräsident Hubert Achermann sagt: «Wenn sich die Ausgangslage nicht ändert, werden wir bei Vorliegen der Klagebewilligung die Klage einreichen.» Die weiteren Instanzen sind Bezirks-, Ober- und schliesslich das Bundesgericht. Aber ist ein womöglich jahrelanger Rechtsstreit zielführend? Achermann: «Ein erfolgreicher Ausgang des Verfahrens wäre für Luzern und seine Kulturinstitutionen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch nützlich.»

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.