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SALLE MODULABLE: Lucerne Festival hält trotz «Salle»-Aus an Opern-Plänen fest

Für das Lucerne Festival ist das Aus des Musiktheater-Projekts Salle Modulable eine Enttäuschung. Die Pläne, das Klassik-Festival um innovative Opern zu erweitern, gibt Intendant Michael Haefliger aber nicht auf.
In welchen Räumen das Lucerne Festival die Opern-Pläne verwirklichen kann, sei nun Bestandteil der weiteren Diskussion mit den Partnern und der Stadt und dem Kanton, sagte Haefliger. (Bild Jakob Ineichen)

In welchen Räumen das Lucerne Festival die Opern-Pläne verwirklichen kann, sei nun Bestandteil der weiteren Diskussion mit den Partnern und der Stadt und dem Kanton, sagte Haefliger. (Bild Jakob Ineichen)

Man dürfe angesichts eines politischen Entscheids den Kopf nicht hängen lassen, sagte Haefliger am Donnerstag in seinem Büro in Luzern im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Es sei wichtig, den Entscheid zu respektieren. Es gehe nun darum, das Projekt für eine neue Theaterinfrastruktur in Luzern am Leben zu erhalten. Ein Neubau oder umfassender Umbau des heutigen Theaters sei dringend nötig.

An der Idee, das auf Konzerte ausgerichtete Lucerne Festival auch mit innovativem Musiktheater zu etablieren, wolle er auch ohne Salle Modulable weiterverfolgen, sagte der 55-Jährige. Er werde gemeinsam mit dem Stiftungsrat des Festivals überlegen, wie dieser Bereich in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickelt werden solle.

In welchen Räumen Lucerne Festival die Opern-Pläne verwirklichen kann, sei nun Bestandteil der weiteren Diskussion mit den Partnern und der Stadt und dem Kanton, meinte Haefliger. Ebenso ob für die Expansion andere Städte in Frage kommen.

«Luzern ist unsere Heimat»

Ein Wegzug des Festivals aus der Stadt am Vierwaldstättersee sei aber undenkbar, stellte Haefliger klar. «Luzern ist unsere Heimat».Das Festival sei hier zu einer starken Marke geworden. Es spiele künstlerisch an der Weltspitze, sei finanziell ein Erfolg und entwickle sich stets weiter.

Haefliger räumte ein, dass für grosse Projekte die Zeichen wegen der angespannten Lage der öffentlichen Finanzen und der ankündigten Sparmassnahmen im Kulturbereich im Moment nicht günstig stünden. Für die weitere Diskussion müsse nun erst Ruhe einkehren.

Haefliger hatte sich am Montag nach dem Nein des Kantonsparlaments zum Planungskredit für das Musiktheater in einer ersten Reaktion enttäuscht geäussert. Als Gründe für das Scheitern nannte Haefliger drei Tage danach unter anderem die Sorge um die öffentlichen Finanzen, viele Partikularinteressen und den Umstand, dass zum Projekt noch nicht alle Details bekannt waren.

Ob er im Nachhinein anders gehandelt hätte, dazu wollte Haefliger nicht Stellung nehmen. Es bringe nichts, die Schuldigen zu suchen und zu benennen, sagte er. Man müsse nun vorwärts schauen.

Michael Haefliger hatte 2007 als Intendant des Lucerne Festivals das Projekt für einen flexiblen Saal für Musiktheater in Luzern präsentiert. Die Idee stammte vom französischen Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez. (sda)

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