SALLE MODULABLE: Prozess nach Bermudas-Recht

Findet der 120-Millionen-Streit um den Salle Modulable schon bald in der Karibik statt? Für die Luzerner Kläger kann das teuer werden.

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Salle Modulable: Die Luzerner Delegation könnte auf den Bermudas arg ins Schwitzen kommen. (Karikatur Jals)

Salle Modulable: Die Luzerner Delegation könnte auf den Bermudas arg ins Schwitzen kommen. (Karikatur Jals)

Jetzt wird definitiv um die versprochenen 120 Millionen Franken für die Salle Modulable prozessiert. Was die Luzerner Salle-Modulable-Verantwortlichen aber nicht sagen: Wo wird dieser Prozess stattfinden, da die Mitte Oktober überraschend zurückgezogenen Gelder in einem sogenannten Trust auf den Bermudas angelegt sind? Und: Wie gross sind die Erfolgsaussichten, das Geld für ein neues Musiktheater auf diesem Weg zu erstreiten?

«Langwierig und teuer»
Dominique Jakob, Rechtsprofessor der Universität Zürich, geht aufgrund der bis dato bekannten Fakten davon aus, dass Bermudas-Recht zur Anwendung gelangen wird. Dies, weil der Butterfield Corporate Trust auf der Atlantik-Inselgruppe angesiedelt ist. Der Spezialist für Trust- und Stiftungsrecht erklärt: «Alles deutet auf einen komplizierten Fall hin. Die Stiftung muss sich möglicherweise auf einen langwierigen und teuren Prozess einstellen.» Jakob hält die Erfolgsaussichten für intakt, sofern eine feste Abmachung zur Zahlung besteht.
Das Geld-Anlagegefäss wurde in den 1980er-Jahren von der Familie des Mäzens Christof Engelhorn eingerichtet. Die 120 Millionen sind ein kleiner Teil des Trusts, der in Luzern auch die Art Mentor Foundation und die Student Mentor Foundation speist. Zur Gruppe der Trust-Verwalter gehört unter anderen auch die Bermudas-Tourismusministerin Patrice Minors.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.