SALLE MODULABLE: Stadtkeller: Rettung durch Einzug ins Theater?

Der Stadtrat hat vor, das Luzerner Theater in die geplante Salle Modulable zu integrieren. Damit würde das Theatergebäude frei – das ruft eine in Nöten steckende Partei auf den Plan.

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Der Stadtkeller. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Stadtkeller. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Ja, für uns ist das eine Option», sagte René Bachmann von der Gamag, welche den Stadtkeller pachtet, zu «Blick am Abend». Bachmann könnte sich durchaus vorstellen, dass der Stadtkeller ins frei werdende, bahnhofsnahe Theatergebäude an der Reuss zieht. Die Platzverhältnisse und die Akustik seien ideal für Konzerte. Und: Die zentrale Lage ist laut Bachmann optimal bei Fasnachtsanlässen.

«Theoretisch denkbar»
Am Vortag hatte der Stadtrat die Möglichkeit ausgesprochen, das Theaterhaus an einen «kommerziellen Gastrobetrieb zu verpachten». Gemäss Luzerns Kulturchefin Rosie Bitterli wäre ein Zuzug des Stadtkellers, dessen jetziger Standort in der Altstadt einem Modegeschäft weichen soll, «theoretisch denkbar», zuerst müsste jedoch klar sein, wie hoch die von der Stiftung Luzerner Theater geforderte Miete wäre, wie sie gegenüber «Blick am Abend» sagte.

Vorerst sind das so oder so nur Gedankenspiele: Denn zurzeit ist weder der definitive Standort der Salle Modulable klar – Lido, Tribschen und Bootshafen/Inseli sind noch im Rennen –, noch scheint aufgrund der gemischten Reaktionen auf die Pläne des Stadtrates ein Kompromiss in Reichweite zu sein. Letztlich ist auch, was den Stadtkeller-Verkauf anbelangt, noch nicht das letzte Wort gesprochen.

scd