SALLE MODULABLE: Weiterhin Zwist um Mäzenengelder

Ob das auf den Bermudas gefällte Urteil zum Musiktheaterprojekt Salle Modulable akzeptiert wird, und wie es umgesetzt wird, bleibt fünf Monate nach dem Verdikt weiter offen. Die Appellationsfrist ist wegen Verhandlungen zwischen den Parteien erneut verlängert worden.

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Im Falle des Salle Modulable wurde die Frist erneut verlängert, (Symbolbild Neue LZ)

Im Falle des Salle Modulable wurde die Frist erneut verlängert, (Symbolbild Neue LZ)

Die Frist, die am Freitag abgelaufen wäre, wurde bis zum 1. Dezember 2014 erstreckt, wie die Sprecher der Salle Modulable und des Butterfield Trusts am Freitag auf Anfrage mitteilten. Sie wurde vom zuständigen Richter auf Bermuda bereits zum vierten Mal verlängert.

Weitere Angaben zum Stand des Verfahrens machten die Prozessparteien nicht. Die gerichtliche Auseinandersetzung sei weiterhin im Gange, heisst es dazu in einem Statement von Seiten des Butterfield Trusts.

Bei dem Rechtsstreit geht es darum, ob der Stiftung Salle Modulable 120 Millionen Franken, die vom Butterfield Trust verwaltet werden, für die Realisierung eines Musiktheaters zustehen oder nicht.

Der Supreme Court von Bermuda hatte sein Urteil am 21. Februar 2014 gefällt. Die Nachverhandlungen wurden Ende Mai abgeschlossen. Dann begann die Appellationsfrist zu laufen, die mehrmals verlängert wurde.

Das Urteil und die Nachverhandlungen räumen der Stiftung Salle Modulable ein gewisse Frist ein, um dem Trust eine Machbarkeitsstudie für ein Musiktheater vorzulegen.

Allerdings gehen die Luzerner Pläne dahin, dass mit der Salle Modulable auch das heutige Luzerner Theater ersetzt werden solle. Der Trust stellte sich im Mai auf den Standpunkt, dass die Gelder nur für ein Opernhaus verwendet werden dürfen.

Der Butterfield Trust berief sich dabei auf das Urteil, aber auch auf das Vermächtnis von Christof Engelhorn, der die 120 Millionen Franken für das Projekt Salle Modulable in Aussicht gestellt hatte. Nach dem Tod Engelhorns 2010 zog sich der Trust vom Projekt zurück, dies weil es mit zu vielen Unsicherheiten behaftet sei. (sda)