Salz: Luzern kauft in Italien ein

Die Rheinsalinen können zu wenig Salz liefern. Deshalb streut Luzern nun Meersalz aus Italien - und zahlt dafür viel mehr.

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Mamma mia! Italienisches Meersalz auf Luzerner Strassen. (Bild: Jals/Neue LZ)

Mamma mia! Italienisches Meersalz auf Luzerner Strassen. (Bild: Jals/Neue LZ)

Das Streusalz wird immer knapper. Wegen Lieferengpässen der Schweizer Rheinsalinen importieren Stadt und Kanton Luzern sowie die Gemeinde Kriens und die Stadt Zug Meersalz aus Süditalien. Doch dieses Salz kostet zirka 300 Franken pro Tonne - das Salz der Rheinsalinen hingegen nur zirka 200 Franken.

«Das ist keine schöne Situation», sagt Bernhard Jurt, Leiter des Strasseninspektorats der Stadt Luzern. Trotzdem sei es ein Glücksfall, dass die Stadt Luzern doch noch Meersalz bekomme. Denn Salz ist nicht nur in der Schweiz knapp, sondern in ganz Europa. Ingesamt 200 Tonnen bezieht die Stadt Luzern aus Italien. «Das verursacht uns Mehrkosten von rund 20'000 Franken», sagt Jurt. Die Stadt Zug importiert 55 Tonnen und die Gemeinde Kriens 25 Tonnen.

Weitere Lieferungen möglich
In die Schweiz geholt wird das Salz von der Firma Lötscher Logistik AG in Littau. «Ich habe gute Kontakte zu einem Salzwerk in Apulien», sagt Hugo Aregger, Leiter Transporte. Gross Gewinn mache das Unternehmen damit nicht. «Wir sind ja kein eigentlicher Salzimporteur. Wir bieten diese Transporte einfach als Dienstleistung an.»

Wie lange das Salz aus Italien reicht, ist fraglich. Die Stadt Zug zum Beispiel schliesst weitere ausländische Lieferungen jedenfalls nicht aus.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel finden Sie in der Mittwochsausgabe der Neuen Luzerner Zeitung.