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Widerstand gegen neuen Spielplatz in der Stadt Luzern

Am Churchill-Quai ist zwischen Liegewiese und Sunset Bar ein Spielplatz geplant. Dagegen wurde nun eine Sammeleinsprache eingereicht. Besorgte Anwohner befürchten zu viel Lärm von Gross und Klein.
Sandra Monika Ziegler
Auf dieser Wiese beim Churchill-Quai in Luzern soll ein Kinderspielplatz entstehen. (Bild: Pius Amrein, 22. Mai 2018)

Auf dieser Wiese beim Churchill-Quai in Luzern soll ein Kinderspielplatz entstehen. (Bild: Pius Amrein, 22. Mai 2018)

Bis Ende Sommer will die Stadtgärtnerei am Churchill-Quai einen Spielplatz realisieren. Auf etwa 200 Quadratmeter sind diverse Spielgeräte geplant, darunter eine Spielinsel mit Klettermöglichkeiten und Sitzgelegenheiten. Die Kosten werden auf 140000 Franken geschätzt. Der neue Spielplatz soll ein Begegnungsort für Jung und Alt sein und zum Spielen und Verweilen einladen. Doch genau das stösst gewissen Anwohnern sauer auf. Rund 30 haben eine Sammeleinsprache unterschrieben.

Die Unterzeichner wehren sich gegen die «Umnutzung». Denn bis anhin sei es ein Ruheplatz für Erwachsene mit Kleinkindern gewesen. Das Angebot an Spielgeräten sei knapp aber genügend. Durch den neuen Spielplatz würden jedoch ungleich «mehr Spielfreudige angezogen und Ruhesuchende ausgegrenzt». Das Credo der Einsprecher laute daher: Weniger ist mehr und ein sparsamer Umgang mit Steuergeldern unerlässlich.

Einsprecher fürchten Lärm von Teenagern

Dem städtischen Bauamt haben sie nun ihre Einwände dargelegt. Mitunter wollen sie eine Redimensionierung der geplanten Spielgeräte erreichen, wie eine der Einsprecherin auf Anfrage erklärt. Ihr zufolge fürchtet man, dass mit den geplanten Spielmöglichkeiten auch Teenager angezogen werden, die sich dort niederlassen und bis in die Abendstunden Lärm verursachen. Auch bemängeln die Einsprecher, dass es keinen sicheren Seeeinstieg gebe. Zudem fordern sie eine strikte Leinenpflicht für Hunde.

Neuer Spielplatz am Churchill-Quai

Weil es in nächster Nähe Gratisparkplätze gebe, würde dies des weiteren auch Auswärtige anziehen. «Einen weiteren Chilbi-Platz wollen wir nicht», sagt ein weiterer Einsprecher. Mit der Freilaufzone für Hunde, dem Carparkplatz Brüelmoos und den Aktivitäten der angrenzenden Sunset Bar sei das Mass voll und der Mehrverkehr bereits störend. Es brauche auch Orte der Ruhe. Alle Einsprecher möchten namentlich nicht genannt werden.

Bei der Abteilung Baugesuche Stadt Luzern bestätigt Bereichsleiter Markus Hofmann, dass eine Sammelklage eingegangen ist. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könnten zum Inhalt keine Aussagen gemacht werden. Die Stadtgärtnerei muss als Bauherrin nun bis anfangs Juni eine Stellungnahme beim Bauamt einreichen. Auch hier wird auf das laufende Verfahren verwiesen und deshalb nicht detaillierter informiert.

Nicht auf das aktuelle, jedoch auf vergangene Projekte nimmt Cornel Suter, Leiter Stadtgärtnerei, Stellung. So habe es bei solchen Projekten auch schon Einsprachen gegeben. Diese seien zum Teil bereinigt worden, indem man einen Konsens zwischen Einsprechern und Spielplatzerstellern fand. Allerdings gab es auch Einsprachen, die abgewiesen wurden, weil die Personen gar nicht zur Einsprache berechtigt waren. Im aktuellen Fall wird nun zunächst die Stellungnahme abgewartet. Ob es allenfalls zu einer späteren Eröffnung des Spielplatzes kommen könnte, ist noch nicht abschätzbar.

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