SANIERUNG: Altlasten auf ehemaligem Schiessplatz Allmend

Die Schiessanlagen auf der Allmend in Luzern werden einer umassenden Altlasten-Sanierung unterzogen. Die ursprünglich für 2010 geplanten Arbeiten werden nun vorgezogen, weil durch die Tieferlegung der Zentralbahn die Jäger-Anlage beansprucht wird.

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Laut Mitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag herrschte schon im 19. Jahrhundert auf der Allmend Schiessbetrieb. Das habe zu einer grossflächigen Belastung der Böden vor allem mit Schwermetall geführt. Die Gesamtsanierung wird nun in drei Etappen umgesetzt.

Die Hauptetappe, die mit den verschiedenen 300-Meter-Anlagen etwa drei Viertel der zu sanierenden Fläche umfasst, ist für 2012/13 geplant. Die erste Etappe für die Jäger-Anlagen beginnt am 6. November und dauert voraussichtlich bis Ende November.

Im Zuge der Sanierung wird der alte Schiesstand abgebrochen. Auf einer Fläche von knapp 8000 Quadratmetern werden rund 2800 Tonnen belastetes Oberboden- und Untergrundmaterial abgetragen. Die Entsorgung erfolgt über eine Bodenwaschanlage sowie in Deponien. Die Kosten betragen rund 650'000 Franken.

Die Sanierung muss vorgezogen werden, weil bei den Bauarbeiten für die Tieferlegung der Zentralbahn ab 2009 ein temporärer Deponieplatz für Ausbruchmaterial aus dem Hubelmattunnel errichtet wird. Nach der Sanierung können die heute geltenden Betretungsverbote aufgehoben werden.

sda