SANIERUNG: Jetzt wird am Schwanenplatz gebaut

Bald beginnt die heikle Phase: Von Ende Oktober bis Januar wird der Schwanenplatz für Cars gesperrt. Für die Fussgänger wird es einen Umweg geben.

Dominik Weingartner
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Ab Ende Oktober stehen nur noch im Bereich des Trottoirs am Schwanenplatz (links, wo der weisse Car steht) drei Carparkplätze zur Verfügung. (Bild Pius Amrein)

Ab Ende Oktober stehen nur noch im Bereich des Trottoirs am Schwanenplatz (links, wo der weisse Car steht) drei Carparkplätze zur Verfügung. (Bild Pius Amrein)

Seit dem 8. September werden nun auch auf dem Schwanenplatz die Werkleitungen saniert. Zu diesem Zweck wurden Teile des Bodens im hinteren Teil des Platzes aufgerissen. Laut der Mediensprecherin der EWL, Nicole Reisinger, werden beim Gemeinschaftsprojekt von EWL, Stadt Luzern und Real zurzeit Vorbereitungsarbeiten durchgeführt. Diese sollen noch bis Ende September dauern. Gemäss Nicole Reisinger halten sich die Auswirkungen auf den Car­verkehr beim Schwanenplatz noch in Grenzen: «Nur ein Carparkplatz ist gesperrt.» Die Fahrt um den Platz herum sei eingeschränkt möglich. Zur Regelung des Verkehrs beim Schwanenplatz sind laut Reisinger sieben Verkehrslotsen im Einsatz. Diese regeln die Zu- und Wegfahrten zum Schwanenplatz und zur Altstadt. «Uns sind bislang noch keine Probleme gemeldet worden», so Nicole Reisinger.

Drei provisorische Parkplätze

Ab Ende Oktober bis Januar 2015 werden die Parkplätze auf dem Schwanenplatz nicht mehr zugänglich sein. Für die Reisecars werden dann drei provisorische Anhalteplätze vor dem Schwanenplatz installiert. Aufgrund dieses Provisoriums wird ein Teil des Trottoirs gesperrt. Wo der Durchgang für die Fussgänger genau sein wird, ist laut Nicole Reisinger noch Gegenstand letzter Abklärungen. Sie versichert aber, dass Fussgänger den Schwanenplatz mit Einschränkungen passieren können.

Die Cars können aufgrund des Provisoriums nicht mehr am Schwanenplatz auf ihre Fahrgäste warten. Sie müssen nach dem Ausladen zurück zu den Parkplätzen auf dem Inseli fahren und die Passagiere am Bahnhof bei der Schifflände wieder abholen.

Stadtrat Adrian Borgula sagte im Dezember 2013 unserer Zeitung gegenüber, dass dafür die ungenutzten Bushaltestellen vor der Schifflände beim Bahnhof umgenutzt werden sollen. Die Details des Provisoriums werden Stadt und EWL in den kommenden Wochen bekannt geben, hiess es gestern auf Anfrage.

Kommen Cars Bussen in die Quere?

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) könnten mit dem Provisorium leben, auch wenn man nach wie vor nicht ganz glücklich sei, sagt Christian Bertschi, Kommunikationsverantwortlicher der VBL. Schon im vergangenen Frühling habe man die Bedenken bei der Stadt deponiert. Einen Gefahrenherd sieht man vor allem bei der Wegfahrt der Cars von den provisorischen Anhalteplätzen, die parallel zum Strassenverkehr erfolgen soll. Diese sei im Gegensatz zur Wegfahrt in einem 90- oder 70-Grad-Winkel darum gefährlicher, weil die Koordination des Fahrers über den Rückspiegel erfolgen müsse, erklärt Bert­schi die Problematik. Das Risiko für Streifkollisionen sei bei der parallelen Wegfahrt darum grösser. «Unsere Chauffeure werden für diese spezielle Situation sensibilisiert», sagt Bertschi weiter. Auch heute schon seien sich die VBL-Chauffeure bewusst, dass beim Schwanenplatz besondere Vorsicht geboten sei. Allen Gefahrenherden zum Trotz sagt VBL-Sprecher Bertschi aber auch: «Wir sind guten Mutes, dass wir mit den von der Stadt vorgesehenen Massnahmen das Provisorium am Schwanenplatz unfallfrei überstehen werden.»

Bucherer ist zuversichtlich

Denkbar ist auch, dass die Bauar­bei­ten am Schwanenplatz negative Auswirkungen auf das Gewerbe haben. Jörg Baumann, Geschäftsleitungsmitglied beim Uhren- und Schmuckhändler Bucherer, ist aber zuversichtlich, dass die Bauarbeiten keine erheblichen Auswirkungen auf die Umsätze haben werden: «Wir hoffen, dass die Kunden dank der provisorischen Anhalteplätze trotz der Baustelle den Weg in unser Geschäft finden werden.»