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Sanierung: Nicht alltägliche Schulhauspläne in Nottwil

Die Gemeinde steht vor Herausforderungen: Sie muss ihr Schulhaus restaurieren und dabei dessen 100-jährige Bausubstanz erhalten. Dazu braucht Nottwil den Segen des Volkes zum 4,5-Millionen-Kredit.
Ernesto Piazza

Mehr als 100 Jahre hat das Nottwiler «Schulhaus 1914» auf dem Buckel. Jetzt soll es saniert und restauriert werden. Und zwar so, «dass es für künftige Schülergenerationen wieder als attraktives und spannendes Lernumfeld zur Verfügung steht», sagt der Vorsitzende der Baukommission, Gemeinderat Marcel Morf (FDP). Am 10. Juni entscheiden die Nottwiler hierfür über einen Sonderkredit von 4,5 Millionen Franken. Sagt der Stimmbürger Ja zu diesem Betrag, bietet das Schulhaus 1914 künftig Platz für je fünf Klassen- und Gruppenräume, sieben Musikzimmer, einen Singsaal sowie WC-Anlagen und Räume für Technik/Lager und Reinigung. Weiter wird im Bereich der Toilettenanlage ein Lift eingebaut. Beim Treppenhaus und den Pausenhallen ist vorgesehen, diese wieder originalgetreu herzustellen. Geplant wird das Projekt von Gerold Kunz, Ebikon, der auch zugleich Denkmalpfleger im Kanton Nidwalden ist.

Letztmals im Jahre 1983 saniert

Der Umgang mit dem schützenswerten «1914» sei über die Jahrzehnte hinweg sehr schonend ausgefallen, heisst es in einer Würdigung des Ist-Zustandes. Das führte ebenfalls dazu, dass die ursprüngliche, weitgehend unveränderte Raumeinteilung fast durchwegs erhalten geblieben ist. Das Schulhaus wurde seinerzeit nach den Plänen der beiden Architekten Heinrich Meili-Wapf, Luzern, und Fritz Amberg, Sursee, erbaut. Letztmals wurde es im Jahre 1983 saniert. Die jetzige Restaurierung erfolgt in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege.

Zur Diskussion stand ebenfalls, das Gebäude abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen. Doch letztlich sei der Entscheid von der Bevölkerung an der Gemeindeversammlung auf die jetzt vorliegende Restaurations-Variante gefallen, so Morf. «Dass ein 100-jähriges Haus saniert wird, ist keineswegs alltäglich», betont der Nottwiler Bauvorsteher. Das Projekt sei aber eine interessante Herausforderung. Einerseits gehe es um eine 100-jährige Bausubstanz, welche entsprechend behandelt werden müsse. Anderseits gelte es den pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden und zu den Steuergeldern Sorge zu tragen.

Bis das Projekt jedoch vorlag, benötigte es viele Vorabklärungen. So musste das ganze Gebäude vermessen werden. Zudem brauchte es bei Böden und Decken diverse Sondierungen. Dies war nötig geworden, um den Aufbau und die verwendeten Materialien festzustellen. Eine Schadstoffanalyse habe glücklicherweise keine bedenklichen Resultate ergeben und die Erdbebensicherheit könne als gut eingestuft werden, erklärt der Vorsitzende der Baukommission. «Für den Gemeinderat ist ebenfalls wichtig, die nahe gelegene Kirche und das Schulhaus 1914 als Ensemble zu erhalten.» Die beiden Gebäude bilden das Zentrum von Nottwil. Als zusätzliche Herausforderung bezeichnet Marcel Morf, «den finanziellen Rahmen im Griff zu behalten». Einsparungen würden aber nicht auf Kosten der Qualität gemacht. Und weiter erklärt er: «Wir wollen das ‹1914› als Zeitzeuge für die nächste Generation erhalten.»

«1914» soll auf Schuljahr 2019/20 bezugsbereit sein

Seit vergangenem August findet im Gebäude kein Unterricht mehr statt. Einzig die Musikschule nützt die Räumlichkeiten noch bis Mitte Jahr. Künftig wird das «1914» als Primarschulhaus für die fünfte und sechste Klasse sowie als Musikschulhaus genutzt. Wie lange der Schulraum mit dem neuen «1914» in Nottwil ausreicht, hange von den drei bestehenden Pavillons, respektive ihrer Lebensdauer ab, erklärt der Bauvorsteher. Er geht aber davon aus, dass dies für die nächsten fünf bis zehn Jahre der Fall ist. Baubeginn soll im August/September sein. Geplant ist, das Gebäude auf das Schuljahr 2019/20 hin zu beziehen. Erst auf Sommer 2017 wurde in Nottwil ein Neubau für über acht Millionen Franken für Kindergarten und Unterstufe fertiggestellt.

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