SANIERUNG: Stadtrat investiert in Spielplätze

Der Stadtrat will in den nächsten Jahren jährlich knapp eine Million Franken in den Betrieb und die Sanierung von Spielplätzen investieren. Er hat am Dienstag dem Projekt Unterhalts- und Erneuerungsstrategie zugestimmt.

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Die Spielplatzgeräte im Bruchmatttobel werden definitiv abgebaut. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Spielplatzgeräte im Bruchmatttobel werden definitiv abgebaut. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Mit der Unterhalts- und Erneuerungsstrategie sollen in den kommenden zehn Jahren neu zusätzlich jährlich 250‘000 Franken für die Sanierung und Erhaltung von Spielplätzen investiert werden. Damit können pro Jahr rund zwei Spielplätze komplett oder teilsaniert werden. Für Betrieb, Pflege, Reinigung und Sicherheit gibt das Tiefbauamt schon jetzt pro Jahr rund 730‘000 Franken aus.

Der Stadtrat hat dem seit Mai vorliegenden Projektantrag der Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit zugestimmt und das Tiefbauamt beauftragt, zügig den entsprechenden Bericht und Antrag auszuarbeiten. Dieser soll dem Parlament im Frühling 2014 vorgelegt werden. Der Stadtrat wird die vom Parlament eingereichten Vorstösse zu den Spielplätzen im Herbst im Detail beantworten.

Der Abbau von Spielplätzen war nie explizit Teil des stadträtlichen 4-Millionen-Sparpakets. Hingegen müssen insgesamt bei Pflege und Unterhalt der Grünanlagen, zu denen auch die Spielplätze gehören, total 300’000 Franken gespart werden. Das wird gemäss Stadt Luzern zur Stilllegung einzelner Grünareale führen. Dadurch werden auf dem Areal Bruchmatttobel vier Einzel-Spielgeräte abgebaut und auf dem Areal Staffelentäli, das Fussball-Rasenfeld nicht mehr unterhalten. Die Quartiervereine sind 2012 über diese Stilllegung von Grünarealen informiert worden. Die an die Öffentlichkeit gelangte interne Planung eines Mitarbeiters der Stadtgärtnerei betreffend dem Abbau ganzer Spielplätze sei gemäss einer Mitteilung der Stadt Luzern nicht mit dem Stadtrat abgestimmt gewesen.

Vorerst keine Schliessung von Spielplätzen

Vorerst werden mit Ausnahme der oben erwähnten Kleinanlagen keine Spielplätze aufgehoben. Ziel des Stadtrats ist eine gute Versorgung aller Stadtgebiete mit sicheren, attraktiven und kindergerechten Spielplätzen. Sollte sich im Rahmen der Unterhalts- und Erneuerungsstrategie herausstellen, dass vereinzelte, kleinere Spielplätze aufgehoben werden müssen um die vorhandenen Mittel auf die verbleibenden Spielplätze zu konzentrieren, wird die Stadt frühzeitig mit den betroffenen Quartiervereinen das Gespräch und Lösungen suchen. In der Stadt Luzern gibt es rund 50 öffentliche Spielplätze. Die Lebensdauer eines Spielplatzes beträgt im Durchschnitt rund 25 Jahre.

pd/nop