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SANIERUNGEN: Spardruck ärgert Luzerner Hauseigentümer

Der Kanton hat praktisch kein Geld mehr für Subventionen im Energiebereich. Hausbesitzern bleiben die Fördermittel des Bundes – oder der Griff ins eigene Portemonnaie.
Alexander von Däniken
Erneuerbare Energien vermehrt nutzen – dem will sich der Kanton Luzern in der Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes verschreiben. (Symbolbild) (Bild: Roger Gruetter / LZ)

Erneuerbare Energien vermehrt nutzen – dem will sich der Kanton Luzern in der Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes verschreiben. (Symbolbild) (Bild: Roger Gruetter / LZ)

Eine saubere Umwelt ist nicht gratis zu haben. Das merken derzeit im Kanton Luzern einige Hausbesitzer. Verschiedene kantonale Fördermittel wie Subventionen an Energieausweise werden nicht ausbezahlt (siehe ­Kasten). Ein betroffener Bauherr macht seinem Ärger Luft: «Ich habe über 2000 Franken für eine Dokumentation eines Ingenieurs bezahlt, um Geld für einen Energieausweis zu erhalten. Und jetzt bekomme ich nichts.» Die zuständige Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons habe zwar rasch und korrekt informiert. «Aber es ist frustrierend, wenn so gespart werden muss.»

Thomas Buchmann, Departementssekretär des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, kann den Ärger nachvollziehen. Zumal noch Anfang Jahr der budgetlose Zustand das Auszahlen der Fördermittel erst temporär verhindert hat. Jetzt müssen 0,5 Millionen Franken beim Energieprogramm gestrichen werden, um überhaupt ein rechtskräftiges Budget 2017 zu erhalten. In letzter Zeit sind laut Buchmann rund 15 Rückfragen zu ­diesem Thema eingegangen.

Mehr Geld vom Bund nur bei lockerer Schuldenbremse

Der Kanton versuche auch weiterhin, das Optimum an Fördermitteln zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel via Bund zur Wärmedämmung. «Entscheidet sich das Kantonsparlament für ein Budget 2018 mit Anpassung der Schuldenbremse – und damit geringeren Sparmassnahmen –, könnten wir gemäss heutiger Finanzplanung noch 700 000 Franken zum Sockelbeitrag leisten und damit auch mehr Bundesgelder für die Förderung der Wärmedämmung erhalten.» Würde die Schuldenbremse nicht gelockert, würden nur die vom Bund vorgesehenen Mittel für Fördermassnahmen zur Verfügung stehen.

Wie lange bleiben die Gesuche beim Kanton pendent? Das kann Buchmann mit Verweis auf die politischen Entscheide und die weitere Entwicklung der Kantonsfinanzen nicht beantworten. Auch Prognosen zu den Subventionen des Bundes seien schwierig: «Hier müssen wir von Jahr zu Jahr schauen, wie sich die Lage entwickelt, zumal der Bund sein Fördersystem auf 2018 hin anpasst.» Hausbesitzern, die nicht auf einen Energieausweis verzichten wollen, bleibt also nur die vollständige Eigenfinanzierung. Das gelte auch für den Heizungscheck im Wert von 200 Franken.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch

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