SASA KOVACEVIC: Serbischer Schmusesänger: Dreh in Luzern

Mit zuckersüssen Songzeilen betört Sasa Kovacevic sein Publikum. Für den Videoclip zu seiner neuen Single «Mila» hat der Belgrader Luzern und den Vierwaldstätter­see als Drehort auserkoren.

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Sasa Kovacevic. (Bild pd)

Sasa Kovacevic. (Bild pd)

«Hast du jemanden, der dich küsst, dir die Haare liebkost, mit den Lippen die Trauer wegnimmt, ein Lächeln schenkt? Rufe, wenn du es dir wünschst. Die Liebe hat nicht aufgehört, weil niemand dich, Geliebte, so liebt wie ich.»

Dies ist der Refrain zu «Mila» des Popsängers Sasa Kovacevic . Im vierminütigen Song trauert der 24-Jährige auf Serbisch einer verflossenen Liebe nach – im nun auf Youtube online geschalteten Videoclip auf dem Dach des Luzerner Bahnhofs und auf einem Schiff auf dem Vierwaldstättersee. Gemäss den Betreibern sei Kovacevic und dem rund zehnköpfigen Team die Genehmigung von Aufnahmen «spontan» vor Ort gegeben worden.

Liebskummer im «California»
Beim vor wenigen Wochen gedrehten Clip Regie geführt hat Haris Dubica; für die Kameraarbeit verantwortlich zeigte sich Aladin Hasic, der auch beim Dreh des «James Bond»-Streifens «Ein Quantum Trost» mitgewirkt hat, wie es auf der Homepage der Produktionsfirma «DJ DaJo» heisst. Die weibliche Hauptrolle wird von Alessandra Krtolina gemimt. Die 18-jährige Zürcherin betrachtet im Video im an der Alpenstrasse gelegenen Restaurant «California», das auf seiner Website mit «100 Sorten Bier aus der ganzen Welt» auf sich aufmerksam macht, in Gedanken versunken Fotos von Sasa Kovacevic. Informationen auf der DaJo-Website zufolge ist Krtolinas Mutter eine Verehrerin seiner Songs. Zudem wirkt ein Elvis-Imitator mit, der in Spanien bekannt sei.

«Talentierter und kultivierter Jüngling»
«Sale» (der im ex-jugoslawischen Raum übliche Kosename für Sasa) zu kontaktieren, ist leider bislang nicht gelungen. Auf seiner Facebook-Residenz (8877 Fans) erfährt man jedoch mehr über den im Belgrader Vorort Zemun Aufgewachsenen und bereits zweimal als hiesiger «Popsänger des Jahres» Ausgezeichneten, der einen Fussballspieler, der für den FK Rudar Prijedor spielt, als Namensvetter hat. Auch an Selbstlob fehlt es hier nicht: «Seit langem hat es in der einheimischen Musikszene keinen ebenso talentierten wie kultivierten Jüngling mehr gegeben.» Seinen ersten Auftritt hatte Kovacevic in einem Kaffee in seinem Wohnort. Im Jahr 2006 gelang dann dem Michael-Jackson-Verehrer der regionale Durchbruch mit seiner Single «Jedina si vredela» (Deutsch: Als Einzige warst du es wert) aus dem gleichnamigen Album. Sein noch unbenannter Zweitling mit «Mila», verlegt über das im Balkan grosse Label City Records, soll demnächst erscheinen.

«Emotionen und Traumwelten»
Luzern ist als Drehort insbesondere für Bollywood-Filme beliebt. Gemäss Fabian Appenzeller hatte man bei Luzern Tourismus keine Kenntnis von den Dreharbeiten von «Mila» – weder Kommunikationsleiterin Sibylle Gerardi noch Tourismusdirektor Marcel Perren waren zu erreichen. Anlässlich einer Medienkonferenz im vergangenen Mai beim Festival Rose d'Or hatte Perren gesagt, dass die «Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee beste Voraussetzungen hat, um sich vermehrt als Drehstandort für Film- und TV-Produktionen zu profilieren». Er erhofft sich generell auch positive Effekte für den Tourismus: «Der Tourismus lebt von Emotionen und Traumwelten. Und wie lassen sich Emotionen besser vermitteln als über Fernseh- und Kinobilder?»

Dave Schläpfer, Mitarbeit: Sasa Rasic

Der Videoclip zu «Mila»: