SBB
Luzern muss bis 2033 auf den Halbstundentakt nach Bern warten

Alle 30 Minuten ein Direktzug nach Bern: Dies war für 2025 geplant. Doch jetzt spricht der Bundesrat von 2033. Der Luzerner Nationalrat Michael Töngi (Grüne) will sich gegen diese Verspätung wehren.

Robert Knobel
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Die Züge von Luzern nach Bern werden vorläufig nicht häufiger fahren.

Die Züge von Luzern nach Bern werden vorläufig nicht häufiger fahren.

Pius Amrein (lz) / Luzerner Zeitung

Die Linie Luzern-Bern gehört zu den am besten ausgelasteten SBB-Strecken der Schweiz. Trotzdem sind Luzern und Bern als eine der letzten Städte der Schweiz nur durch einen Stundentakt miteinander verbunden. Die Einführung eines Halbstundentakts war fürs Jahr 2025 geplant. Doch seit 2018 ist dieser Zeitplan infrage gestellt. Damals erklärte der Bund, dass der Halbstundentakt Luzern-Bern möglicherweise erst 2030 eingeführt werden könne. Als Grund wurden Verzögerungen bei den Ausbauten der Bahnhöfe Bern und Zofingen genannt - diese Ausbauten sind für die Einführung des Halbstundentakt nötig.

Zentralschweiz soll Druck auf den Bund erhöhen

Und jetzt wird dieser Fahrplan nochmals nach hinten verschoben. Der Halbstundentakt komme erst 2033, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga am Montag in der Fragerunde im Parlament. Für den Fragesteller, den Luzerner Nationalrat Michael Töngi (Grüne), war dies eine böse Überraschung. Er werde sich nun mit den übrigen Zentralschweizer Parlamentariern absprechen, um Druck auf den Bund zu machen. Töngi hofft, dass sich auch die Zentralschweizer Kantonsregierungen diesem Druck anschliessen. Dies auch deshalb, weil der Bundesrat noch 2018 versprach, er werde Möglichkeiten prüfen, ob man den Halbstundentakt allenfalls doch schon früher einführen könnte. Doch davon ist heute offenbar keine Rede mehr. Die Verzögerung bei den Ausbauten in Bern und Zofingen liessen vor 2033 keinen Halbstundentakt zwischen Luzern und Bern zu, so Sommaruga.