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SCHACHEN: Nachbarn blitzen mit Beschwerde gegen neue Rümligbrücke ab

Der Kanton Luzern kann zwischen Malters und Werthenstein eine rund 90-jährige Brücke durch einen grösseren Neubau ersetzen. Drei Anwohner sind mit ihren Beschwerden gegen das Hochwasserschutzprojekt beim Kantonsgericht abgeblitzt.
Die Rümligbrücke in Schachen wird ersetzt. Kostenpunkt: 5,4 Millionen Franken. (Bild Manuela Jans-Koch)

Die Rümligbrücke in Schachen wird ersetzt. Kostenpunkt: 5,4 Millionen Franken. (Bild Manuela Jans-Koch)

Das Luzerner Kantonsgericht hält das Projekt in den beiden am Donnerstag publizierten Urteilen für recht- und zweckmässig. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Sie können beim Bundesgericht angefochten werden.

Das Projekt für 5,4 Millionen Franken sieht eine neue Brücke über den Bach Rümlig vor. Diese ist mit 12,4 Metern rund doppelt so breit wie der bestehende Bau von 1925. Um den Ort Schachen besser vor Hochwasser zu schützen, wird die Spannweite der Brücke verlängert und die Brücke um einen Meter erhöht. Das Niveau der Kantonsstrasse wird auf einer Länge von 230 Metern angehoben.

Anwohner kritisierten das Projekt im Dorfkern unter anderem als überdimensioniert. Sie forderten, dass die Kuppenhöhe der neuen Brücke um mindestens einen halben Meter gesenkt wird. Auch die Gemeinden Werthenstein und Malters beurteilten das Strassenprojekt als zu hoch und zu breit.

Das Kantonsgericht will aber nichts von einer unzulässigen Beeinträchtigung des Ortsbilds wissen. Es seien die Anforderungen an den Hochwasserschutz, die das Projekt markant in Erscheinung treten lasse. Es überwiege aber das öffentliche Interesse an einem ausreichenden Hochwasserschutz. Dieser könne ohne Realisierung einer Brücke mit den erforderlichen Ausmassen nicht realisiert werden.

Das Projekt genügt gemäss Kantonsgericht auch den Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Einzig in einem Nebenpunkt korrigierte es den angefochtenen Entscheid. So muss der Kanton beim Vollzug die lschweiz/lu/luzern/Nachbarn-blitzen-mit-Beschwerde-gegen-neue-Bruecke-ab;art92,76weiteren Anliegen der Anwohner bei der Entscheidungsfindung zumindest berücksichtigen.

Das Brückenprojekt und der Kredit dazu waren im Dezember 2015 vom Kantonsparlament mit 80 zu 29 Stimmen genehmigt worden. Gegner im Rat monierten ebenfalls eine Beeinträchtigung des Ortsbilds. Ein Rückweisungsantrag der SVP scheiterte allerdings deutlich. (sda)

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