SCHÄDLING: Bettwanzen breiten sich in Hotels aus

Vermehrt trifft man in Hotels und Wohnungen Bettwanzen an. Das kleine Tier wird die Schädlingsbekämpfer noch Jahre beschäftigen.

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Eine Bettwanze. (Bild Keystone)

Eine Bettwanze. (Bild Keystone)

Zurzeit stehen Kammerjäger fast täglich im Einsatz gegen Bettwanzen. «Während den Ferien sind die kleinen Tiere immer ein Problem. Sowohl in Hotels wie auch in Privatwohnungen», sagt Sandra Egli, Mitinhaberin der Firma Hostettler Schädlingsbekämpfung in Sursee. Die Schädlinge seien überall. In Spalten, Möbeln, Vorhängen oder in Elektrorohren.

Marcus Schmidt vom Umwelt- und Gesundheitsdepartement Zürich dazu: «Hatten wir vor einigen Jahren noch alle ein bis zwei Monate einen Beratungs- oder Bekämpfungsfall, sind es momentan ein bis zwei Fälle pro Woche.»

Wichtigster Faktor für die Zunahme sei der internationale Reiseverkehr. «Bettwanzen sind klein und flach, sie passen in jede Ritze und können bis zu sechs Monate hungern», sagt Schmidt. Die häufigsten Anfragen erhält er von Privatpersonen, die im Ausland in Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen waren und die Tiere mitgeschleppt haben. Im letzten Jahr verzeichnete er 43 Fälle, 2006 waren es 27 und im 2005 deren 17.

Jedes Hotel ist gefährdet
In Luzern existieren keine verbindlichen Zahlen zu Bettwanzen. Doch Anton Hasenböhler, Wanzenexperte und Geschäftsleiter von ISS Pest Control, einem schweizweit tätigen Schädlingsbekämpfungsunternehmen, ist überzeugt: «Es kann in Luzern gar nicht anders sein. Jedes Hotel ist gefährdet, weil im Prinzip jeder Gast ein Risiko darstellt und ein potenzieller Einschlepper von Bettwanzen ist.»

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.