SCHÄDLING: Eingeschleppter Käfer verursacht hohe Schäden

Im Kanton Luzern ist erstmals seit Jahren der Maiswurzelbohrer wieder aufgetaucht. Der kleine Käfer ist der gefährlichste Schädling für Mais.

Roger Rüegger
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Landwirt René Helfenstein in seinem Maisfeld in Sempach. Der Maiswurzelbohrer misst in Originalgrösse nur 5 Millimeter. (Bild Dominik Wunderli)

Landwirt René Helfenstein in seinem Maisfeld in Sempach. Der Maiswurzelbohrer misst in Originalgrösse nur 5 Millimeter. (Bild Dominik Wunderli)

«Wir haben in der Nähe der Autobahnraststätte Neuenkirch mehrere Maiswurzelbohrer gefangen», sagt Heinrich Hebeisen, Pflanzenschutzexperte bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald. Der Käfer ist ein gefährlicher Schädling. Er legt im Herbst Eier in Maisfelder, wo sie im Boden überwintern. Im Frühling schlüpfen die Larven und befallen die Maiswurzeln. Bei starkem Befall entstehen auch Schäden durch den Käfer. Dieser frisst an den Narbenfäden des Maiskolbens und verhindert dadurch die Befruchtung.

Werden Käfer auf einer Parzelle entdeckt, darf im darauffolgenden Jahr im Umkreis von 10 Kilometern kein Mais mehr angebaut werden. Die Bekämpfung des Käfers ist in der Schweiz obligatorisch. Er kann in der Landwirtschaft massive Schäden anrichten.