SCHÄDLINGE: US-Wanze bedroht unsere Nadelbäume

Biologin Denise Wyniger warnt: Eine eingeschleppte Wanzenart könnte bald auch in Luzern zur Plage werden.

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So sieht der Schädling aus. (Bild pd)

So sieht der Schädling aus. (Bild pd)

«Wir beobachten die Ausbreitung der Wanze genau», sagt Denise Wyniger, Biologin und Insektenforscherin vom Natur-Museum Luzern. Leptoglossus occidentalis heisst die Wanzenart, welche eigentlich in Nordamerika zu Hause ist. «2002 wurde sie zum ersten Mal in der Schweiz entdeckt – im Tessin», sagt die Wanzenspezialistin. Eingeschleppt wurde die Kiefernwanze vermutlich durch Holzimporte.

In Uri und Luzern
Neu sei, dass auch in der Nordschweiz Tiere entdeckt wurden. «Wir haben Tiere in Uri, Luzern und Basel-Stadt gefunden», sagt Denise Wyniger. Wie viele dieser Wanzen es aber in der Schweiz gibt, könne Wyniger nicht abschätzen. Fakt sei aber: «Sollten sich die Tiere weiter so schnell vermehren, können sie bald zu einem Problem werden.»

Schäden in Amerika
Die Wanze saugt an den Nadeln und an den Samen der Baumzapfen. Die Samen werden dadurch vorübergehend in ihrem Wachstum eingeschränkt, aber die Pflanze nimmt keinen Schaden. Tritt die Wanze allerdings in Massen auf, ist sie ein potenzieller Schädling. «In Nordamerika richtet sie vor allem Schäden in Monokulturen an», sagt Denise Wyniger. Damit es hier nicht so weit kommt, müsse man sie unbedingt im Auge behalten.

Andreas Bättig/Benno Mattli

Den ausführlichen Artikel können Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom Samstag nachlesen.