Schärli: «Polizei hat vordringlichere Probleme»

In der Notrufzentrale der Luzerner Polizei sind Fremdsprachen Mangelware. Justizdirektorin Yvonne Schärli sieht aber keinen akuten Handlungsbedarf.

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Sprachprobleme in der Polizeizentrale - gemäss Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli sind das Einzelfälle. (Karikatur Jals)

Sprachprobleme in der Polizeizentrale - gemäss Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli sind das Einzelfälle. (Karikatur Jals)

Ein Taxifahrer wollte die Polizei rufen, bevor es zu einer Prügelei mit einem Türsteher gekommen wäre. Doch weil er am Telefon englisch sprach und in der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei niemand des Englischen mächtig war, konnte die Polizei nicht helfen (siehe jüngste Ausgabe «Zentralschweiz am Sonntag»). Zum Fall, der sich vor einer Woche in Luzern abspielte, sagte die Polizei, hier sei es «offenbar dumm gelaufen». Für den Job in der Einsatzleitzentrale würden Fremdsprachenkenntnisse überdies nicht vorausgesetzt.

Yvonne Schärli, Justiz- und Sicherheitsdirektorin des Kantons Luzern, ist nicht der Meinung, dass dringender Handlungsbedarf herrscht. Sie hat sich am Montag über die Situation bei den Notrufen in Luzern erkundigt: «Es hat sich dabei bestätigt, was ich vermutet habe», sagt sie, «es handelt sich um einen Einzelfall. Bei 130 000 Anrufen jährlich halte ich das nicht für dramatisch.»

Guy Studer

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