SCHALANDER: Fasnachtsfürsten streichen die Umzugsjury

Das Luzerner Fasnachtskomitee lud gestern in die Brauerei Eichhof. Neben Bier und Brezeln wurden Neuigkeiten zur Fasnacht serviert.

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Die versammelte Schalander-Gesellschaft (vordere Reihe von rechts): René Schwarz (Gallivater, stehend), Bernhard Matter (Präsident MLG), Josef Kreyenbühl (Fritschivater), Roland Barmet (Fidelitas Lucernensis), Michael Mathis (Fidelitas Dominus) und Andreas Arpagaus (Wey-Zunftmeister). (Bild Dominik Wunderli)

Die versammelte Schalander-Gesellschaft (vordere Reihe von rechts): René Schwarz (Gallivater, stehend), Bernhard Matter (Präsident MLG), Josef Kreyenbühl (Fritschivater), Roland Barmet (Fidelitas Lucernensis), Michael Mathis (Fidelitas Dominus) und Andreas Arpagaus (Wey-Zunftmeister). (Bild Dominik Wunderli)

Im Schalander der Luzerner Brauerei Eichhof haben sich gestern die Fasnachtsgewaltigen getroffen. Schalander wird übrigens der Pausenraum in den Brauereien genannt, der heute auch für spezielle Anlässe mit Bierausschank genutzt wird. Den gestrigen Anlass organisierte der Vizepräsident des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK), Patrick Hauser von der Zunft zu Safran.

Während LFK-Präsident Roland Barmet durch die Fasnacht tanzen will, wie er seit dem Sommer androht, ist für den Vize schon klar: «Wir tanzen bereits jetzt in die Fasnacht.» Das LFK, eine Horde von 40 «Huerenaffe», ehrte mit Bier, Brezeln, Salat, einer eigenwilligen Gulaschsuppe und zündenden Reden alle Helfer und Helfershelfer. Denn erst durch deren unermüdlichen Einsatz bei den Umzügen, dem legendären Herrenabend, den Maskenbastelkursen, der Senioren-Fasnacht oder beim Fasnachtsmäärt könne das komplette Paket «rüüdigi Fasnacht» geschnürt werden.

2016 ohne Umzugsprämierung

Am gestrigen Empfang trafen sich die neuen und bisherigen Fasnachtsgewaltigen erstmals offiziell in corpore. Klar, dass es an Gesprächsstoff nicht mangelte, es dauert schliesslich nur noch 22 Tage bis zum Urknall. Nach dem Einzug der Honoratioren hielt LFK-Präsident Barmet seine Begrüssungsrede. Er verriet etwa, dass Parkbussen und Fasnacht in einem engen Zusammenhang stünden. Denn das waren seine «ersten» Erfahrungen, die er in jüngeren Jahren mit der Stadt Luzern machte. Das habe ihn aber nicht davon abgehalten, sich fortan aktiv für die Fasnacht einzusetzen. Barmet lobt die Tradition und betont, dass – in Zeiten von Vorschriften und Verboten – es besonders wichtig sei, dranzubleiben. Eine gewichtige Änderung gibt es 2016: Die Umzüge werden zwar wieder mit 40 Nummern gefahren. Doch dieses Mal ohne Umzugsprämierung, die Jury ist gestrichen worden. Das Preisgeld werde an alle Teilnehmer verteilt, so hätten alle mehr davon.

Sandra Monika Ziegler