Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHAUMWEIN: Künftig knallen Korken auf Schloss Meggenhorn

Meggen besitzt bereits einen eigenen Schlosswein. Nun wird dort erstmals eine prickelnde Variante des Riesling-Silvaners produziert.
Astrid Longariello
Traubenernte im Rebberg des Schlosses Meggenhorn. (Bild: Corinne Glanzmann (Meggen, 29. September 2014))

Traubenernte im Rebberg des Schlosses Meggenhorn. (Bild: Corinne Glanzmann (Meggen, 29. September 2014))

In unserer Gegend heisst er Sekt, in Frankreich Champagner, in Italien Prosecco oder Spumante, in der Ukraine Krimsekt und in Spanien Cava: der Schaumwein. Fast überall geniesst man das klare, prickelnde Vergnügen beim Genuss eines Gläschens. Auch die Megger wissen das. Bereits 1979 wurde auf dem Gebiet des Schlosses Meggenhorn im Auftrag der Gemeinde Meggen ein Rebberg angelegt. Auf einer Hektare wachsen die weissen Trauben der traditionellen Sorte Riesling-Silvaner am sonnigen und milden Südhang am Vierwaldstättersee. Seit 1980 wird dort Wein produziert, und der Schlosswein Meggenhorn hat sich mittlerweile einen Namen gemacht.

Nun wollen die Megger erstmals einen Schaumwein herstellen. Dieser soll frühestens im Mai oder Juni erhältlich sein. Josef Scherer, zuständiger Gemeinderat Umwelt und Sicherheit Meggen, ist überzeugt, dass ein entsprechendes Marktbedürfnis besteht. Versuchsweise solle vorerst nur eine kleine Menge des bestehenden Weins zu einem Schaumwein weiterverarbeitet werden, zirka 500 Liter, was deutlich weniger als 10 Prozent der Gesamtmenge des Schlossweines entspreche. «Wir sehen ausserdem ein Bedürfnis für das neue Schlossbistro, das Ende April oberhalb des Rebberges eröffnet wird. Dort wird in Zukunft auch der Schaumwein angeboten», sagt Scherer.

Es existiere in Meggen bereits ein «Rosé»-Schaumwein von einem privaten Weinproduzenten, und viele regionale Winzer würden auch solche produzieren, so Scherer. «Wir wollen bestehende Schaumweine sicher nicht konkurrieren, sehen aber aufgrund der Nachfrage durchaus Marktchancen, die wir nutzen möchten», sagt er und verrät schon mal etwas über den neuen Wein: «Es wird ein sortenreiner weisser, spritziger und fruchtiger Schaumwein.»

Auch der zuständige Önologe Markus Gautschi freut sich auf den neuen Schaumwein. Für diesen hätten sie besonders gutes Traubengut separat gekeltert und zum Jungwein ausgebaut. Der Wein befinde sich momentan in der zweiten Gärung in der Champagnerflasche. Im Anschluss werde aus den Flaschen mittels Degogierverfahren die Weinhefe entfernt. «Zurück bleibt der klare, prickelnde erste Schaumwein vom Schloss Meggenhorn», erklärt Gautschi.

In erster Linie für die Megger

Etikette, Preis und Name sollen auf Basis des bestehenden Schlossweines entstehen. Letztes Jahr wurde für den Schlosswein Meggenhorn eine neue Etikette lanciert. Eigens für diese wurde ein Wettbewerb in der Bevölkerung ausgeschrieben. Die Siegeretikette wird auch wegweisend für den Schaumwein sein. Allenfalls würden die Farbe und die Bezeichnung der Etikette etwas angepasst. Auch käme sicherlich kein Fantasiename in Frage. «Vielleicht wird er Schaumwein vom Schloss Meggenhorn heissen», meint Josef Scherer.

Dasselbe gelte für den Preis. Er werde sich wohl im Rahmen anderer regionaler Schaumweine bewegen. Die Megger dürfen sich nun auf den ersten prickelnden Schluck ihres neuen Sekts freuen. Auch Auswärtige können den Schaumwein beim Gutsbetrieb Meggenhorn, im neuen Schlossbistro oder auf der Gemeindeverwaltung beziehen. Vorrang hat gemäss Scherer allerdings die Megger Bevölkerung.

Astrid Longariello

region@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.