SCHAUPLATZ: Heisse Lieferung – auch ins Bordell

Bei Pizza Pronto in Kriens herrscht Hochbetrieb. Pizzaiolo und Inhaber Paul Conrad wirbelt durch die Küche. Kurierin Myrta Müller schnappt sich Bestellzettel, Schachteln und düst mit den heissen Pizzas los.

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Pizzakurierin Myrta Müller macht sich auf den Weg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Pizzakurierin Myrta Müller macht sich auf den Weg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein ganz normaler Arbeitstag bei Herrn und Frau «Pronto» - so werden die beiden manchmal fälschlicherweise genannt. Dabei sind Conrad und Müller einfach schon lange im Geschäft. Paul Conrad (43) hat vor 19 Jahren mit Pizza Pronto den ersten Pizzakurier in Luzern eröffnet, Myrta Müller (41) fährt seit 16 Jahren für ihn Pizzas aus. Ein Paar sind sie nicht.

Als Kurierin kennt sie, so scheint es, sämtliche Arbeitsplätze der Stadt. Sie liefert in Nachtclubs, Autogaragen, Architekturbüros, die Notaufnahme im Spital, an Kindergeburtstage. Die Polizei bestellt regelmässig, Banken, die Regionale Arbeitsvermittlung, die Psychiatrie und das Männerheim sind Kunden. Auch in die Bordelle der Stadt liefert sie immer wieder Pizzas.
Der Pizzakurierdienst Pizza Pronto wurde 1991 vom Seetaler Bäcker Paul Conrad gegründet. «Als auch die Kette Pizzablitz in Luzern eine Filiale eröffnete, war für mich klar, dass wir uns irgendwie davon abheben müssen», sagt Conrad. Grafiker Michel Steiner entwarf darauf das «Mafia-Konzept».

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».