Schelte auch von den Parteien

Ausgerechnet Leuten, die mit Steinen gegen Polizisten warfen, hat der Luzerner Polizeikommandant einen Preis überreicht. Für die Parteien hat die Aktion auch ihr Gutes.

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Beat Hensler nimmt die Kritik sehr ernst. (Bild: Archiv Neue LZ)

Beat Hensler nimmt die Kritik sehr ernst. (Bild: Archiv Neue LZ)

Dass der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler Teilnehmern einer illegalen Party einen Preis überreichte, ärgert nicht nur die Polizisten. Auch die Parteien halten das Vorgehen für problematisch. Die Glaubwürdigkeit stehe auf dem Spiel. So fordert etwa die SVP, dass Beat Hensler bei seinen Leuten um Entschuldigung bitten müsse. Andere Parteien halten die Preisübergabe für unsensibel und unglücklich.

Auf der andern Seite könnten sich solche Aktionen auch positiv auswirken. «Wenn sich der Polizeikommandant auf diese Weise unters Volk mischt, kann dies auch das gegenseitige Verständnis und den Dialog zwischen verschiedenen Gruppierungen fördern», sagt FDP-Fraktionschef Rolf Born.

Kommandant Beat Hensler hat am Samstag seine Leute persönlich per Mail über seine Aktion informiert. Bald will er auch die Spitze des Polizeiverbandes treffen.

Guido Felder

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