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SCHENKON: Millionenschwerer Kirschgarten

Investoren für die Überbauung Kirschgarten sind gefunden. Am liebsten möchte der Gemeinderat aber gleich selbst ins 45-Millionen-Projekt einsteigen.
So sollen die 56 Eigentumswohnungen der Überbauung Kirschgarten in Schenkon dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So sollen die 56 Eigentumswohnungen der Überbauung Kirschgarten in Schenkon dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Der Bebauungsplan für die Wohnüberbauung Kirschgarten in Schenkon liegt noch bis am 15. September öffentlich auf. «Bisher sind keine Einsprachen eingegangen, aber das kann sich natürlich noch ändern», sagt der Schenkoner Gemeindepräsident Patrick Ineichen auf Anfrage. Am unteren Tannberg sollen für rund 45 Millionen Franken insgesamt 56 Eigentumswohnungen für Familien in den Segmenten 41/2 bis 71/2 Zimmer entstehen. Geplant sind drei quer stehende lange Baukörper mit jeweils drei Geschossen und einem nach Süden ausgerichteten Gebäude. Dazwischen viel Freiraum, der Platz für grosszügige Grünflächen bietet. Das Projekt Kirschgarten stammt vom Planungsteam Leuenberger Architekten AG und Hunkeler Partner Architekten AG, Sursee.

Realisierung in Etappen

Der Gemeinderat sah ursprünglich vor, Investoren für die Überbauung Kirschgarten zu suchen. «Wir haben auch mehrere interessierte Investoren gefunden», sagt Patrick Ineichen. Doch nun kommt eine neue Möglichkeit ins Spiel: «Eine weitere Variante wäre, dass Schenkon den Kirschgarten selber baut», so der Gemeindepräsident. Dafür würde die Gemeinde eine eigene Projektgruppe mit der Ausführung des Wohnbauprojekts einsetzen. Der Gemeinderat geht von einer etappierten Realisierung aus. Eine erste Etappe würde schätzungsweise 15 bis 18 Millionen Franken kosten.

«Wenn die Gemeinde selber als Investorin auftreten würde, hätte das den Vorteil, dass ein Zwischenhandel wegfiele. Der Nachteil wäre das finanzielle Risiko für die Gemeinde», sagt der Gemeindepräsident. Mit einem potenziellen Investor oder einer Generalunternehmung – Ineichen nennt derzeit keine Namen – würde das finanzielle Risiko für die Gemeinde ausbleiben, «aber die Wohnungen würden dann möglicherweise etwas teurer».

Mehr Einfluss auf Wohnungspreise

Das jetzige Kirschgarten-Projekt ist bereits das zweite: Ein erstes fiel bei der Bevölkerung durch, die Gemeinde musste die Reissleine ziehen und von vorne beginnen (siehe Kasten). Es mag nun nicht allzu sehr erstaunen, dass der Gemeinderat die Möglichkeit in Erwägung zieht, das 45-Millionen-Projekt selber zu realisieren: Tritt die Gemeinde als Investorin auf, behält sie die Fäden selber in der Hand, unter anderem auch, was die Wohnungspreise betrifft.

Welche Variante schliesslich gewählt wird, ist derzeit noch offen. «Wenn es nicht unlösbare Einsprachen zum Bebauungsplan gibt, möchten wir diesen am 24. November der Gemeindeversammlung zur Abstimmung vorlegen», so Ineichen. Vor der Umsetzung des Bauprojekts muss auch der dafür nötige Landerwerb unter Dach und Fach gebracht werden. Der Kaufrechtsvertrag mit der Erbengemeinschaft Fritz Arnold wurde bereits um ein Jahr verlängert und läuft Ende 2015 aus.

Kreditabstimmung im Frühling

Betreffend Möglichkeiten zur Realisierung des Bauprojekts sagt Ineichen: «Wir möchten an der Gemeindeversammlung im November den Puls der Bevölkerung fühlen.» Dann werde sich abzeichnen, ob die Schenkoner mit der Variante «Gemeinde als Investorin» einverstanden seien oder nicht. Falls diese Idee auf offene Ohren stossen würde, könnte die Bevölkerung im Frühling 2016 an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über den Sonderkredit befinden. «Ansonsten fahren wir mit einem Investor weiter.» Die Detailplanung für den Kirschgarten ist für den Sommer 2016 vorgesehen, der Baubeginn per Anfang 2017.
Pläne redimensioniert

Der Gemeinderat ist bemüht, im zweiten Anlauf «ein lösungsorientiertes Projekt zu realisieren, das bei der Bevölkerung gut ankommt», so Ineichen. Dies ist mitunter auch ein Grund, warum man den ursprünglich siebengeschossigen «Punktbau» aufgrund negativer Rückmeldungen aus der Bevölkerung redimensioniert hat. «Der ehemalige Punktbau orientiert sich nun von der Höhe her an den Liegenschaften in der Nachbarschaft, und die Wohnungen werden nach Süden orientiert», sagt der Gemeindepräsident.

Susanne Balli

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