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SCHENKON: Verzweifelte Suche nach dem Notgroschen

Im Stück «Spaarmaassnaame» der Theatergruppe Schenkon muss die Familie Meier den Gürtel enger schnallen. Helfen soll das Geld im Sparschwein, doch das ist weg.
Eine Szene aus dem Stück «Spaarmaassnaame» der Theatergruppe Schenkon. Bild: Natalie Ehrenzweig (Schenkon, 4. Oktober 2016).

Eine Szene aus dem Stück «Spaarmaassnaame» der Theatergruppe Schenkon. Bild: Natalie Ehrenzweig (Schenkon, 4. Oktober 2016).

Die Familie hat es schon eine Weile vermutet: Hans Meier verliert seinen Job. Das nagt natürlich an seinem Selbstwertgefühl, möchte er doch der Familienversorger für seine Frau Rita und seine Kinder Daniel und Eveline sein. Dass er von der Nachbarin Irma heftig angebaggert wird, tut seinem Ego sichtlich gut. Das ist die Ausgangslage des neuen Stücks der Theatergruppe Schenkon, die am Sonntag Premiere feierte.

Die Theatergruppe steht seit 1990 zusammen auf der Bühne. Präsidentin Prisca Arnold erläutert die Stückwahl: «Wir fanden es sehr lustig, haben beim Lesen viel gelacht. Wir möchten witzige Stücke spielen. Das Leben ist sonst schon ernst genug.» Ausserdem müsse sie bei der Auswahl auch darauf achten, dass nicht zu viele Rollen besetzt werden müssen. «Wir haben zwar 35 Mitglieder, doch nur wenige wollen auch auf der Bühne stehen», sagt sie. An Prisca Arnolds Familie soll es allerdings nicht liegen: Ihr Mann Ruedi spielt den Hans, und ihr Sohn Christoph mimt Daniel. Da Julia Krauer krankheitsbedingt ausfällt, sprang ausserdem auch noch Prisca Arnolds Tochter Manuela ein und übernahm die Rolle der Eveline. Die Umbesetzung habe die Theatergruppe herausgefordert. Seit dem Sommer wird geprobt. Und Arnold ergänzt: «Wir konnten das Bühnenbild erst in der letzten Woche vor der Premiere stehen lassen.»

Sparversuche des Vaters scheitern

Doch zurück zum Stück: Um den Ausfall des Einkommens zu kompensieren, will Hans nun in seiner Familie durchgreifen und sie zum Sparen anhalten. Doch seine faule Tochter und sein frecher Sohn sehen den Ernst der Situation nicht. Seine Schwiegermutter macht ihm das Leben auch nicht einfacher. Derweil bandelt die Tochter mit dem Freund von Daniel an, Mutter Rita versucht, die Verführungsversuche der Nachbarin abzuwehren. Als ob das nicht genug wäre, mischt sich noch der Lover der Grossmutter ein. Wie soll da der Gürtel enger geschnallt werden? Hans sieht die Lösung im Plündern des Sparschweins – ein Vorschlag, gegen den sich die Familie wehrt, denn alle beanspruchen das Geld für sich. Als sich Vater Hans durchsetzt, folgt die Überraschung: Das Sparschwein ist leer. Wer hat das Geld genommen? Und kehrt wieder Frieden ein bei der Familie?

Bei den noch kommenden zwei Aufführungen dürfen sich die Besucher nebst dem Stück auf etwas ganz Besonderes freuen: Während es bei der Familie Meier auf der Bühne als Sparmenü Kutteln gibt, werden den Besuchern vor der Aufführung ebenfalls Kutteln als Sparmenü serviert.

Hinweis

Weitere Aufführungen am Freitag/Samstag, 14./15. Oktober, um 20 Uhr im Begegnungszentrum Schenkon. VV: Tel. 041 921 99 77.

Natalie Ehrenzweig

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