Schenkon, Willisau, Eschenbach, Ruswil und Wikon präsentieren ihre Budgets 2021

Die Gemeinden rechnen mit höheren Sozialkosten. Und Ruswil will die Steuern wieder erhöhen, nachdem für das laufende Jahr alle Gemeinden die Steuern senken mussten.

Susanne Balli
Merken
Drucken
Teilen

Wie wirkt sich die Coronapandemie auf die Gemeindefinanzen aus? Darüber herrscht noch Ungewissheit. Hier eine Übersicht zu den Budgets einiger Luzerner Gemeinden:

Schenkon

Budget 2021: Minus von 1,23 Millionen Franken.

Die Gemeinde Schenkon sieht im Budget 2021 ein Minus von rund 1,23 Millionen Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von 23,33 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt fürs Jahr 2021 bei 1,2 Einheiten (wie bisher). Schenkon rechnet mit Nettoinvestitionen von rund 3,4 Millionen Franken. Wie der Gemeinderat schreibt, kann der ausgewiesene Verlust durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt werden. Mehrkosten gegenüber dem Budget 2020 fallen insbesondere im Bereich Soziales und Gesundheit sowie bei der Bildung an. Ebenfalls steigen laut Gemeinderat die Mehrkosten bei den Ergänzungsleistungen und bei den Pflegefinanzierungskosten deutlich an.

Im Aufgaben- und Finanzplan rechnet der Gemeinderat ab dem Jahr 2022 mit einem um 0,1 Einheiten höheren Steuerfuss von 1,30 Einheiten. Die Auswirkungen der Coronakrise seien im Jahr 2021 genau zu analysieren. «Der Gemeinderat wird im Rahmen des Budgetprozesses 2022 die Steuererhöhung nochmals kritisch prüfen», heisst es weiter. Die Stimmbevölkerung von Schenkon kann am 29. November an der Urne unter anderem über das Budget 2021 befinden.

Willisau

Budget 2021: Plus von 6,9 Millionen Franken.

Das erste gemeinsame Budget für Willisau und Gettnau liegt vor. Es weist einen Ertragsüberschuss von rund 6,9 Millionen Franken aus. Dies bei einem Gesamtaufwand von rund 75,2 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist der Fusionsbeitrag von 7 Millionen Franken eingerechnet, der nächstes Jahr ausbezahlt wird. Ohne diesen Beitrag würde das Budget 2021 einen Aufwandüberschuss von rund 99'000 Franken aufweisen. Der Steuerfuss liegt wie erwartet bei 2,1 Einheiten.

Die Investitionen belaufen sich netto auf 7,4 Millionen Franken. Aufgrund der Situation mit dem Coronavirus haben der Gemeinderat Gettnau und der Stadtrat anstelle der ersten gemeinsamen Gemeindeversammlung vom 23. November die Urnenabstimmung am 29. November beschlossen.

Eschenbach

Budget 2021: Minus von 397'000 Franken.

Das Budget 2021 der Gemeinde Eschenbach sieht bei einem Gesamtaufwand von rund 44,4 Millionen Franken ein Minus von 397'000 Franken vor. Der Steuerfuss soll wie bisher bei 1,4 Einheiten bleiben. Der Gemeinderat begründet den Aufwandüberschuss unter anderem durch geringere Steuererträge, da die Coronapandemie ihre Spuren hinterlassen dürfte. Zudem rechnet er mit höheren Ausgaben bei den Ergänzungsleistungen und Sozialkosten sowie höheren Ausgaben bei der Bildung.

Eschenbach plant Nettoinvestitionen von rund 3,4 Millionen Franken. Die Abstimmung zum Budget 2021 findet dieses Jahr an der Urne statt, und zwar am 29. November.

Ruswil

Budget 2021: Minus von 191'000 Franken.

Das Budget 2021 der Gemeinde Ruswil sieht ein Minus von 191'000 Franken vor. Die geplanten Investitionsausgaben liegen bei knapp 9,44 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt fürs Jahr 2021 einen Steuerfuss von 2,1 Einheiten. Dieses Jahr liegt er bei 2 Einheiten.

Diese Steuererhöhung begründet der Gemeinderat mit der für dieses Jahr gesetzlich verordneten Steuersenkung durch den Kanton. Das Bundesgericht hatte die für die Gemeinden verordnete Steuersenkung aber nachträglich als nicht rechtens taxiert. «Bereits im letztjährigen Finanzplan hat die Behörde aufgezeigt, für das Jahr 2021 am ursprünglichen Steuerfuss von 2,1 Einheiten festhalten zu wollen», schreibt der Gemeinderat. Unter anderem anstehende Projekte und die Pandemiesituation haben den Gemeinderat in seiner Absicht bestätigt.

Am 29. November stimmen die Ruswiler Stimmbürger neben dem Budget auch über einen Sonderkredit in der Höhe von 8,3 Millionen Franken für den Ersatzneubau der Mehrzweckhalle ab.

Wikon

Budget 2021: Minus von 391'000 Franken.

Auch die Gemeinde Wikon führt am 29. November eine Urnenabstimmung durch. Der Gemeinderat legt der Stimmbevölkerung ein negatives Budget 2021 mit einem Minus von knapp 391'000 Franken vor, bei einem Gesamtaufwand von 11 Millionen Franken. Er führt unter anderem Mindereinnahmen im Finanzausgleich, Mehrkosten bei Ergänzungsleistungen sowie bei der Sozialhilfe als Gründe auf. Der Steuerfuss soll bei 2,4 Einheiten bleiben.