Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHENKON: Wo der Fahrlehrer zum Yoga-Guru mutiert

Beat Wechsler steht seit Jahren auf der Bühne der Theatergruppe. Heuer hebt er darauf sogar ab.
Hannes Bucher
Meditativ: In Schenkon mimt Beat Wechsler (zweiter von rechts) den Yoga-Lehrer im Jogginganzug. (Bild: Dominik Wunderli (6. Oktober 2017))

Meditativ: In Schenkon mimt Beat Wechsler (zweiter von rechts) den Yoga-Lehrer im Jogginganzug. (Bild: Dominik Wunderli (6. Oktober 2017))

«Einen Landstreicher spielen, einen ‹kurligen› Bauern oder sonst einen schrägen Vogel. Das wären für mich Wunschrollen», sagt Beat Wechsler (57). Der Fahrlehrer ist Gründungsmitglied der Theatergruppe Schenkon und stand in den letzten 26 Jahren fast immer als Spieler auf der Bühne. Im aktuellen Lustspiel-Dreiakter «Das cha jo heiter wärde» taucht er als Yoga-Guru Harry Seiler in andere Daseins-Sphären ein.

Augenschein an der zweitletzten Probe vor der gestrigen Premiere: Beat Wechsler in der Guru-Montur, knallig farbige Socken, ebenso der Trainingsanzug. Da schickt sich offensichtlich einer an, auf andere Ebenen abzuheben. Den Schlafsack unter dem Arm, nistet er sich als Harry Seiler bei seinem Bruder Toni (Christoph Arnold) und dessen Frau Barbara (Karin Wüthrich) ein. Es spielt ihm keine Rolle, dass das Tauffest des kleinen Peters ansteht und sich die zwei spinnefeinden Schwiegermütter Rosa Seiler (Karin Hurschler) und Leni Sager (Sandra Schmidlin) bereits fest im jungen Haushalt verschanzt haben. Ganz zum Leidwesen des Paars. Der Titel des Stücks verspricht nicht zu viel: Es geht auf der Schenkoner Bühne auch heuer überaus heiter zu und her. Da passt es bestens, dass selbst der Pfarrer (Louis ­Süess) noch seine Jonglierkünste zum Besten gibt.

140 Einsätze gilt es zu bestreiten

Regisseur Ruedi Arnold schätzt das Zusammenspiel mit Beat Wechsler: «Der kann sich in die Rollen hineinleben.» Der erfahrene Laienspieler hat diesmal 140 Einsätze zu bewältigen. In abgehobener Guru-Sprache mit viel geschwollenem Text. Auch das übrige Ensemble ist mit viel Motivation und Spielfreude dabei, wie der Probenbesuch beweist. Kein Zweifel: Bei den zugespitzten Wortgefechten und Pointen wird das Publikum zu lachen haben. Das sei ganz im Sinne des Vereins, sagt Präsidentin Prisca Arnold: «Die Besucher sollen abschalten und unbeschwerte Stunden verbringen können.»

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis:Weitere Aufführungen: Freitag, 13. Oktober, und Samstag, 14. Oktober, jeweils 20 Uhr im Begegnungszentrum Schenkon.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.