SCHIEFLAGE: Die Museggmauer muss gestützt werden

Die Sanierung der Museggmauer geht zügig voran. Doch: Ein schiefer Mauerabschnitt beschäftigt die Ingenieure – und es fehlen noch 2,3 Millionen Franken.

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Blick auf die Museggtürme, vom Gütsch aus gesehen. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Blick auf die Museggtürme, vom Gütsch aus gesehen. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Kennen Sie die «Schiefe Mauer von Luzern»? Es gibt sie tatsächlich. Bei der unbekannten Luzerner Sehenswürdigkeit handelt es sich um das rund 40 Meter lange Teilstück der Museggmauer, im Bereich, in dem die Museggstrasse unter der Mauer hindurchführt. Im Zuge der Sanierungsarbeiten, die derzeit in vollem Gange sind, haben Fachleute festgestellt, dass sich die Mauer jedes Jahr um einige Millimeter weiter zur Seite neigt – stadtwärts. «Sie ist heute bereits 80 bis 90 Zentimeter in Schieflage», sagte Ernst Widmer, Präsident der Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer.

Noch fehlen 2,3 Millionen Franken für die Sanierung
Die Situation sei zwar nicht dramatisch, betont Widmer. Doch ist auch klar, «dass die Mauer irgendwann buchstäblich umkippen wird, wenn sie nicht gestützt wird». Die Stiftung hat nun Ingenieure damit beauftragt, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Statik auszuarbeiten.

Für die Sanierung der Mauer wird noch Geld benötigt. Der Verein für die Erhaltung der Museggmauer hat sich zum Ziel gesetzt, an die Gesamtkosten von 12 Millionen Franken 4,2 Millionen beizusteuern. In den letzten zwei Jahren konnten jedoch lediglich 1,9 Millionen Franken an privaten Spendengeldern gesammelt werden.

Tag des Denkmals öffnet die Museggtürme
Eine gute Gelegenheit, um für die Museggmauer zu werben und potenzielle Geldgeber von der Notwendigkeit und Wichtigkeit der Sanierung zu überzeugen, bietet sich schon bald: Am Samstag, 13. September, dem internationalen Tag des Denkmals, werden alle neun Museggtürme für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. «Auf die Besucher warten entlang der Mauer und in jedem Turm spannende Führungen», sagt Leo Grüter, OK-Präsident dieses «Tages der offenen Museggtürme».

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.