SCHIESSEREI KRIENS: Vater: «Ich habe Angst um meinen Sohn»

Der Vater des erschossenen Kosovaren ist fassungslos. Er vermutet, dass es im Streit um Geld ging. Und er fürchtet nun um das Leben seines zweiten Sohnes.

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Stille Trauer am Tag danach: die Gedenkstätte beim «Dany's» in Kriens. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Stille Trauer am Tag danach: die Gedenkstätte beim «Dany's» in Kriens. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Arben Z.* sitzt zu Hause in seiner 5,5-Zimmer-Wohnung in Sarnen, fassungslos und traurig. Am Dienstag hat er seinen Sohn verloren. Kurz vor Mitternacht ist Bashkim Z.* (28) im Krienser Familien­restaurant «Dany?s» in einer Schiesserei zwischen zwei Gruppen tödlich getroffen worden. «Ich kann noch nicht realisieren, dass mein Sohn tot sein soll.» Am Donnerstag hat ihn Arben Z. besucht. «Ich habe Angst um meinen Sohn», sagt der Vater. «Schliesslich weiss ich nicht, zu was diese Leute sonst noch in der Lage sind.»

Festnahme: Kein Unbekannter?
Inzwischen hat die Polizei einen weiteren Mann verhaftet. Nachdem sie noch in der Tatnacht zwei Serben und zwei Kosovaren verhaften konnte, hat sie gestern einen 26-jährigen, in Emmenbrücke wohnhaften Mann gefasst. Der Verhaftete besitzt einen serbischen Pass. «Wir gehen davon aus, dass der Mann an der Schiesserei in Kriens beteiligt war», sagt auf Anfrage Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Luzerner Strafuntersuchungsbehörden.

«Es ging bestimmt um Geld»
Vater Arben versucht Worte zu finden. Er kämpft mit den Tränen. «Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas Schreckliches in einem Land wie der Schweiz passieren kann.» Er hat aber eine Vermutung, weshalb es kurz nach 23.30 Uhr in Kriens zu dem verheerenden Aufeinandertreffen der beiden Gruppen kam. «Es ging bestimmt um Geld. Die andere Gruppe wollte bei meinen Söhnen abkassieren.»

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.