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SCHIFFFAHRT: «Diamant» sorgt für Top-Auslastung

Das Interesse der Passagiere an der neuen «Diamant» ist sehr hoch. Doch von Kinderkrankheiten blieb auch das neue Super-Schiff nicht verschont – und es hat gelegentlich Mühe beim «Einparkieren».
Kilian Küttel
Die «Diamant» sticht nach einem Halt bei der Anlegestelle in Weggis wieder in See. (Bild: Dominik Wunderli (18. Mai 2017))

Die «Diamant» sticht nach einem Halt bei der Anlegestelle in Weggis wieder in See. (Bild: Dominik Wunderli (18. Mai 2017))

Das Medienecho war gross, als am 4. Mai das neue Prunkstück der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) eingeweiht wurde: «Ein Juwel für den Vierwaldstättersee» nannte es das Schweizer Fernsehen. Von einem Kreuzfahrtschiff für die ­Urschweiz sprach die «Neue Zürcher Zeitung». Und die Schlagzeile der «Schweiz am Wochenende» lautete: «Die Königin ist nun ein Edelstein.» Die Vorschusslorbeeren waren also gross – und mit ihnen auch die Erwartungen.

Jetzt zeigt sich: Die «Diamant» enttäuscht nicht. «Die erste Bilanz fällt sehr erfreulich aus», sagt SGV-Marketing- und Verkaufsleiter Werner Lüönd auf Anfrage unserer Zeitung. Dieses Interesse schlägt sich auch in den Zahlen nieder. So sind die Frequenzen bis zu 30 Prozent höher, wenn die «Diamant» für eine Kursfahrt eingesetzt wird. Bekanntlich fährt das Schiff zwischen Luzern und Flüelen. «Aber auch bei den kulinarischen Schifffahrten an den Wochenenden spüren wir mehr Buchungen, sobald das neue Schiff im Einsatz steht», so Lüönd.

Besonders hoch im Kurs sind laut dem Marketingleiter die verschiedenen Attraktionen wie das Wasserbad im Heck des Schiffs sowie der Nautilusraum. Dieser liegt unterhalb der Wasserlinie, Passagiere können während der Fahrt auf dem Vierwaldstättersees also in eine Unterwasserwelt eintauchen. Dass das erste Fazit so positiv ausfällt, erstaunt die SGV nicht. Vor dem Hintergrund des hohen Investitionsvolumens müssen die Frequenzen auch hoch sein. 15,5 Millionen Franken hat die SGV in das neue Schiff investiert. Dennoch sind die Verantwortlichen überrascht, dass das Interesse so gross ist: «Fast jeder vierte Anruf, der unser Verkaufsteam erreicht, dreht sich um die ‹Diamant›.» Viele Kunden würden anrufen, um sich wegen der Buchung des Schiffes beraten zu lassen. Die SGV vermietet die «Diamant» auch für private Anlässe. Das Geschäft brummte schon vor der offiziellen Einweihung: Bereits vor der Taufe gingen 50 Buchungen ein (Ausgabe vom 28. April). Viele Passagiere wünschten sich laut Lüönd aber vom Personal auch nur eine Auskunft, wann die «Diamant» auf dem Kurs zwischen Luzern und Flüelen verkehrt.

Schiff beschädigte zwei Stationen

Doch allem Interesse zum Trotz: Jeder Nachwuchs fängt sich die eine oder andere Kinderkrankheit ein – bei der «Diamant» ist das nicht anders. So habe es zu Beginn gewisse Probleme mit der Klimaanlage gegeben. Mittlerweile sei diese allerdings justiert worden. Lüönd: «Die Unstimmigkeiten mit der Klimaanlage gab es, weil sie während des Winterhalbjahres und nicht an heissen Tagen getestet wurde.»

Weiter machen Gerüchte die Runde, wonach die «Diamant» schwierig zu manövrieren sei. Mehrere Anlegestellen habe das Schiff beschädigt. Lüönd sagt dazu: «Uns sind zwei Fälle bekannt. An den Stationen Verkehrshaus-Lido und Isleten-Isen­thal wurde jeweils beim Anlegen ein Schutzeisen eines Pfahls verbogen.» Die Vorfälle hätten sich im Juni ereignet. Und zwar an Tagen mit sehr starkem Wind. Der Sachschaden ist laut Lüönd marginal geblieben, er beziffert ihn auf «wenige hundert Franken».

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

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