Schifffahrt

Fahrplan wird reduziert: Gastronomieverbot setzt Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee zu

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees reduziert ihren Fahrplan wegen sinkender Nachfrage aufgrund der aktuellen Situation. 2020 begrüsste sie nicht einmal halb so viele Gäste wie noch im Vorjahr.

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Die SGV kürzte den Fahrplan für diesen Winter aufgrund der aktuellen Situation.

Die SGV kürzte den Fahrplan für diesen Winter aufgrund der aktuellen Situation.

Bild: Manuela Jans- Koch (Luzern, 24. Januar 2016)

(se) Im Dezember waren täglich zwischen 500 und 1'000 Passagiere an Bord der SGV. Dies bedeutet gegenüber dem letzten Jahr einen Rückgang von 70 Prozent. Die Schifffahrtsgesellschaft befürchtet nun, dass aufgrund der beschlossenen Massnahmen vom letzten Freitag die Nachfrage nochmals sinken wird. Wie sie in ihrer Mitteilung bekanntgibt, reduziert sie deshalb den Fahrplan ab dem 4. Januar bis Ende Februar 2021.

Besonders betroffen werden Schiffsstationen im Urnersee sein, «da dort die Frequenzen allgemein tiefer und in der jetzigen Situation marginal sind», lässt die SGV verlauten. Auch die Kulinarikfahrten, die gemäss der SGV um diese Jahreszeit besonders beliebt seien, mussten aufgrund der Restaurantschliessungen gestrichen werden. Das Fahrplanangebot zwischen Luzern und Kehrsiten/ Bürgenstock passt das Unternehmen in Absprache mit dem Bürgenstock Hotel & Resort laufend der veränderten Nachfrage an.

Da aufgrund der kommenden Entwicklungen eine weitere Reduzierung des Fahrplans möglich sein könnte, empfiehlt die SGV, vor Antritt der Schifffahrt ihre Website zu prüfen oder 041 367 67 67 zu konsultieren.

Ertragseinbruch von 18 Millionen Franken

Infolge der Coronasituation hatte die SGV bereits das ganze Jahr zu kämpfen. So vermeldet sie 55 Prozent weniger Gäste, einen Ertragseinbruch um die Hälfte und einen Verlust von acht Millionen Franken. Als Gründe führt die Schifffahrtsgesellschaft das Ausbleiben der ausländischen Gäste, die Maskentragepflicht, der Einbruch im Städtetourismus und ein verändertes Reiseverhalten der Schweizer und Schweizerinnen an. So seien letztere trotz vielen Ausflügen im Inland zurückhaltend mit Schifffahrten gewesen.

Mit der Ausweitung der Kurzarbeit und weiteren Sparmassnahmen gelinge es zwar, einen kleinen Teil der Ertragsausfälle zu kompensieren. Trotzdem prognostiziert die SGV, dass «die Erholung von der Krise deutlich länger dauern dürfte, als ursprünglich erhofft.»