Schiffsbauer zieht seine Lehren

Die Revision des Dampfschiffs «Stadt Zürich» durch die Luzerner Firma Shiptec bereitet weiter Probleme. «Ein Problem ist gelöst, das zweite noch nicht ganz.» So lautet die Zwischenbilanz von Shiptec-Leiter Ruedi Stadelmann.

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Der Raddampfer «Stadt Zürich» (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Der Raddampfer «Stadt Zürich» (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) hatte die Luzerner Spezialisten letzten Winter mit umfassenden Sanierungsarbeiten am ganzen Schiff - Investitionsvolumen: 2,5 Millionen Franken - beauftragt. Im letzten Sommer musste das 102-jährige Schiff allerdings nach nur einer öffentlichen Fahrt wieder zurück in die Werft. Die Gründe: ein lautes Klopfen aus dem Maschinenraum und Probleme beim Wechseln von Vorwärts- auf Rückwärtsantrieb.

Komplizierte Revisionsarbeit

Das Klopfen ist mittlerweile dank Justierungsarbeiten verschwunden. Ursache seien Abnützungen, Unwucht und Ungenauigkeiten in der Maschine gewesen, ähnlich einem «Achti» im Velorad. Bei der Umsteuerung hapert es allerdings noch. «Alle Manöver können problemlos ausgeführt werden. Einzig nach dem Notstopp kommt das Schiff nur schwer wieder in die Gänge», bemerkt Stadelmann. Bis Ende Jahr möchte man die Arbeiten abschliessen.

Keine Zusicherungen mehr

Bei Shiptec zieht man nach den Vorkommnissen Konsequenzen. «Wir dürfen keine Zusicherungen machen, die wir möglicherweise nicht halten können.» Zudem werde man solche Arbeiten künftig nach Aufwand abrechnen. Ob der aktuelle Auftrag Gewinn abwerfe, sei fraglich, ein Minusgeschäft erwarte man aber nicht.

Stephan Santschi

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