SCHINDLER: Höherer Gewinn trotz Umsatzrückgang

Der Rolltreppen- und Lifthersteller Schindler hat im ersten Halbjahr trotz deutlichem Einbruchs von Umsatz und Auftragseingang mehr Gewinn gemacht.

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Schindler-CEO Alfred N. Schindler. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Schindler-CEO Alfred N. Schindler. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Aufwärts ging es im ersten Halbjahr für den Reingewinn und den Betriebsgewinn (EBIT) von Schindler. Der Reingewinn stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahressemester um 2,2 Prozent auf 320 Millionen Franken, wie Schindler am Dienstag mitteilte. Der EBIT zog sogar um 13,2 Prozent auf 490 Millionen Franken an. Umsatz und Auftragseingang standen wegen des weltweiten Konjunktureinbruchs und negativer Währungseinflüsse unter Druck: Der Umsatz ermässigte sich um 11,5 Prozent - in Lokalwährungen um 7,1 Prozent - auf 5,969 Milliarden Franken. Im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft sank der Umsatz mit 4,020 Milliarden Franken um 5,4 Prozent und währungsbereinigt um 1,0 Prozent. Der Umsatzanteil des Computerhändlers Also machte 1,949 Milliarden Franken aus, was einem Rückgang von 21,8 Prozent beziehungsweise in Lokalwährungen um 17,5 Prozent entspricht.

Noch nicht das Ende der Fahnenstange
Der Auftragseingang des Konzerns brach um 17,2 Prozent beziehungsweise in Lokalwährungen um 12,9 Prozent auf 6,075 Milliarden Franken ein. Im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft wurde der Auftragseingang durch den Nachfragerückgang im Neugeschäft geschwächt. Dieser Rückgang wird sich laut Schindler ab dem vierten Quartal 2009 auf das Ergebnis auswirken und im Jahr 2010 fortsetzen. In stark betroffenen Märkten wie Spanien oder den USA und in der Produktion wurden die Kapazitäten angepasst. Falls sich die Märkte nicht stabilisieren, werden Kosten und Kapazitäten weiter reduziert. Die entsprechenden Massnahmen sind bereits in der Schublade und könnten im zweiten Semester umgesetzt werden.

Der Ausblick auf das ganze Geschäftsjahr bleibt unverändert. Es wird ein Konzerngewinn vor rezessionsbedingten Kosten auf Vorjahresniveau erwartet. Die rezessionsbedingten Kosten werden auf höchstens 100 Millionen Franken veranschlagt.

ap