SCHINDLER: Rückkauf eigener Titel in Milliardenhöhe

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler startet ein neues Rückkaufprogramm für eigene Titel. Der Konzern mit Sitz in Ebikon will bis zu 4,1 Millionen Namenaktien und bis zu 4,1 Millionen Partizipationsscheine (PS) zurückkaufen, um das Kapital herabzusetzen.

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Schindler in Ebikon. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Schindler in Ebikon. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Dafür bietet Schindler 129 Franken je Namenaktien und 129,80 Franken je PS an, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Damit wirft der Konzern bis zu 1,06 Milliarden Franken für das Rückkaufprogramm auf, mit dem er bis zu 5,8 Prozent der ausgegebenen Namenaktien und bis zu 8,9 Prozent der ausgegebenen Partizipationsscheine erwerben will.

Das Rückkaufprogramm läuft vom 1. bis zum 14 November. Sollten mehr als 4,1 Millionen. Aktien und 4,1 Millionen PS angeboten werden, wird Schindler die Annahme anteilsmässig reduzieren. Gleichzeitig wird das bereits seit dem 3. Januar über zwei separate Handelslinien der Schweizer Börse laufende Rückkaufprogramm vom 18. Oktober bis 14. November 2013 sistiert.

Bei den Anlegern stiess das neue Rückkaufprogramm auf kräftigen Applaus: Nach dem Einbruch der letzten Tage wegen der enttäuschenden Neun-Monatszahlen kletterten die Aktien am Freitag an der Schweizer Börse bis gegen 11 Uhr mit einem kräftigen Plus von 3,1 Prozent auf 128 Franken. Die PS schossen gar um 4,6 Prozent auf 127,70 Franken nach oben.

Analysten zufrieden

Die Bank Vontobel strich gemäss der Nachrichtenagentur AWP als Positivum hervor, dass das Management von Schindler - wenn auch auf sehr ungewöhnliche Weise - auf seine Aktionäre höre, was früher nicht immer der Fall gewesen sei.

Das Jahr 2014 dürfte für Schindler ein weiteres Übergangsjahr werden, das dritte Quartal 2013 könnte allerdings ein Tiefpunkt gewesen sein, schrieb Vontobel. Deshalb könnten die Papiere von Schindler schon bald wieder zu einer attraktiven Anlage werden.

Am vergangenen Dienstag hatte Schindler überraschend früh das Ergebnis für das dritte Quartal vorgelegt, verbunden mit der zweiten Gewinnwarnung in diesem Jahr. Das Management wurde daraufhin kritisiert, unter anderem wegen der hohen Barmittelbestände.

sda