SCHLACHTFEIER: Präsident des Roten Kreuzes ist Festredner

Die Schlacht bei Sempach zwischen Eidgenossen und Habsburgern jährt sich Ende Juni zum 628. Mal. Festredner ist dieses Jahr Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Feier steht im Luzerner Solarjahr 2014 im Zeichen der Sonne.

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Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, ist diesjähriger Festredner an der Schlachtfeier von Sempach. (Bild: Keystone)

Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, ist diesjähriger Festredner an der Schlachtfeier von Sempach. (Bild: Keystone)

Der Kanton Luzern hält auch 2014 an der vor vier Jahren neu konzipierten Schlachtfeier mit Mittelalterfest im Städtchen und Gedenkakt in der Kirche statt auf dem Schlachtfeld fest. Wie im vergangenen Jahr werden neben der gesamten Luzerner Regierung mehrere Tausend Besucher erwartet.

Die Feierlichkeiten beginnen am 23. Juni im Rathaus mit dem Forum Geschichte zum Thema «Sonne», wie die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Vertreter der Staatsarchive Sempach und Luzern referieren zu Beobachtungen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert zur Sonne und ihren Auswirkungen auf das Klima sowie zur "Sonne" als Wirtshausschild und zur Wirtschaftsgeschichte.

Am 28. Juni beginnt im Städtchen am Abend das zweitägige Mittelalterfest mit einem Heerlager am See, einem Feuerspektakel sowie Theaterszenen. Regie führt der Obwaldner Theathermacher Beppi Baggenstoss.

Die offizielle Gedenkfeier am 29. Juni beginnt mit einer Prozession durch das Städtchen zur Kirche St. Stefan. Am Festakt in der Kirche nimmt neben der Luzerner Regierung und dem Festredner Peter Maurer auch der Luzerner Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger teil.

Bei der Schlacht von Sempach gelang es am 9. Juli 1386 den Eidgenossen sich gegen die Unterwerfungsversuche der Habsburger zur Wehr zu setzen. 1700 Männer verloren auf dem Schlachtfeld ihr Leben. Der Kanton Luzern gedenkt der Ereignisse jährlich mit einer Feier.

2011 konzipierte der Kanton die Feier neu. Er reagierte darauf, dass ab 2003 Rechtsextreme mit auf das Schlachtfeld marschierten. 2009 führten junge Linke eine Gegendemonstration durch. Die Aufmärsche führten zu einem sprunghaften Anstieg der Kosten für Polizeipräsenz. (sda)

HINWEIS
Mehr Infos unter: gedenkfeier-sempach.lu.ch/

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