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Kolumne

Schlaflose Nächte - aber
nicht nur wegen der Hitze

Reporterin Yasmin Kunz über nächtliche Bauarbeiten.
Yasmin Kunz
Reporterin Yasmin Kunz

Reporterin Yasmin Kunz

Nein, die Hitze bringt mich nicht um den Schlaf, wie man vielleicht derzeit annehmen könnte. Wobei: Angenehm sind die heissen Temperaturen nicht – das wissen vor allem jene Personen, die ebenfalls im obersten Stock wohnen. Seit wenigen Wochen bin ich immer um drei Uhr in der Früh wach. Als es das erste Mal passierte, schreckte ich noch auf. Ich dachte vorerst an einen bösen Traum, dann meinte ich, einen Einbrecher zu hören, der versucht, sich mit einem Presslufthammer Zutritt zu verschaffen.

Doch weder befand ich mich in der Tiefschlafphase, noch wollte mich jemand meiner Wertsachen berauben. Presslufthammer scheint mir indes nicht ganz falsch zu sein. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) reparieren die Schienen entlang des Rotsees, also gegenüber meines Wohnorts. Das Prozedere beginnt meistens kurz nach Mitternacht und dauert bis fünf Uhr morgens. Und immer um drei Uhr nehmen die Arbeiter diesen lauten Hammer zur Hand. Dann, wenn man eigentlich tief und fest schlafen will.

Diverse Lärmschutzmöglichkeiten habe ich bis dato ausprobiert: Fenster schliessen (bei den jetzigen Temperaturen riskiere ich wohl einen Erstickungstod), Ohropax (diese kleinen Stöpsel drohen, stecken zu bleiben und ich fürchte einen Gehörverlust), grosse Kopfhörer mit einer lärmeliminierenden Funktion (als Seitenschläferin muss ich allerdings mit einer Schädelquetschung rechnen). So hämmert es also nachts weiter in meinen Ohren. Immer um drei Uhr morgens.

Offenbar leide nicht nur ich unter den Lärmemissionen: Denn bei der gesamten Nachbarschaft machen sich langsam Augenringe bemerkbar. Wir suchen nach Lösungen und sind zudem der Meinung, die SBB müsste uns für die schlaflosen Stunden entschädigen. Ideen haben wir bereits gesammelt: Einen Teilbetrag der Miete finanzieren, SBB-Minibar-Gutscheine im vierstelligen Bereich ohne Ablaufdatum oder ein Generalabonnement für Bahnreisen. Das fänden wir wirklich Hammer.

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