Schlag gegen Drogenmafia – Nigerianer in Haft

Die Luzerner Polizei meldet einen grossen Fahndungserfolg: Mehrere nigerianische Drogenhändler hatten während Jahren kiloweise Kokain in den Kanton Luzern importiert und verkauft. Jetzt sitzen sie in U-Haft.

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Einige Drogen waren in solchen Säckchen abgepackt. (Bilder Luzerner Strafuntersuchungsbehörden)

Einige Drogen waren in solchen Säckchen abgepackt. (Bilder Luzerner Strafuntersuchungsbehörden)

Die Ermittlungen der Luzerner Polizei konzentrierten sich anfänglich auf ein Ehepaar, welches in der Stadt Luzern lebt. Über Drogenkuriere liessen sie sich regelmässig Kokain aus Holland liefern. Pro Lieferung wurden von «Bodypackern» um die 100 Kokainfingerlinge dem Ehepaar überbracht.

Der 35-jährige Nigerianer und seine 49-jährige schweizerische Ehefrau haben in der Zeit von August 2008 bis zum März 2009 mindestens 11kg Kokain erhalten und an Zwischenhändler und teils auch direkt an Konsumenten weiterverkauft. Pro verkauftes Kilo Kokain wurde ein Gewinn bis 15'000 Franken realisiert.

Wie die Strafuntersuchungsbehörden weiter mitteilten, fand die Luzerner Polizei bei Hausdurchsuchungen ungefähr 1kg Kokain. Ebenso konnte 70'000 Franken Drogengeld und Drogenutensilien sichergestellt werden.

Im Rahmen der Abklärungen wurden insgesamt 22 Personen befragt und 5 davon in Untersuchungshaft versetzt. Zwei Personen befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug.

Zweiter Schlag
In einer weiteren Aktion geht es um ein Ehepaar, welches von einer Luzerner Agglomerationsgemeinde aus einen intensiven Kokainhandel betrieb. Der 37-jährige Ehemann aus Nigeria und seine 35-jährige Frau aus der Schweiz haben im Zeitraum von 2004-2009 Kokain aus Holland importiert und im Raum Luzern an Zwischenhändler und Konsumenten verkauft. Bei einer Hausdurchsuchung konnte die Polizei über 100'000 Franken verstecktes Drogengeld sicherstellen.

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Im Rahmen der Abklärungen wurden mehrere Personen befragt und 7 davon in Untersuchungshaft versetzt. 2 Personen befinden sich noch immer in Untersuchungshaft, 2 Personen sind im vorzeitigen Strafvollzug. Bei einer Geldkurierin aus Holland hat die Polizei 32'350 Euro Drogengeld sichergestellt. Die Frau versteckte das Geld, eingewickelt in Kondome, in ihrer Vagina.

Dritter Schlag
In einer weiteren Aktion steht ein 37-jähriger Mann aus Nigeria im Zentrum. Der Mann lebte in einer Luzerner Agglomerationsgemeinde und wird verdächtigt, dass er über mehrere Monate mehrere Kilogramm Kokain in die Schweiz einführte. Bei der Hausdurchsuchung in seiner Wohnung hat die Polizei über 700g Kokain und mehrere Tausend Franken Drogengelder sichergestellt.

Gleichzeitig konnte die Polizei auch zwei Drogenkuriere und einen Dorgenabnehmer (beide aus Nigeria) festnehmen. Ein Drogenkurier trug bei der Festnahme 15 Kokainfingerlinge (150g Kokain) im Darmtrakt auf sich. Im Rahmen der Abklärungen wurden diverse Personen befragt und 5 davon in Untersuchungshaft versetzt. Aktuell befinden sich 4 davon noch in Untersuchungshaft.

rem