SCHLAMMSCHLACHT: René Kuhn bloggt – die SP interveniert

«Linke und ungepflegte Frauen, welche nichts auf ihr Äusseres geben»: Daran stört sich SVP-Politiker René Kuhn – und tut seine Meinung online kund. Die SP reagiert empört.

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René Kuhn, Präsident der SVP Stadt Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

René Kuhn, Präsident der SVP Stadt Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Kuhn bezeichnet auf seiner Webpage linke Frauen als «ungepflegte, verfilzte und zerlumpte Weiber» sowie als «Vogelscheuchen» bei denen «man zweimal hinschauen muss, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt». Weiter fragt sich Kuhn, ob er sich beim Anblick von linken Frauen in der Schweiz in einem Gruselkabinett befinde, wie es in einer Medienmitteilung der SP der Stadt Luzern heisst.

Für Luzia Mumentaler, Co-Präsidentin der SP Stadt Luzern, ist klar, dass René Kuhn ein «Problem mit Frauen hat, die eine eigene Meinung haben und wissen, was sie wollen». «Solange er diese Einstellung für sich behielte, wäre das sein persönliches Problem», schreibt sie weiter. Mit der öffentlichen Beleidigung gehe er aber eindeutig zu weit und disqualifiziere sich auch als Politiker. «Als Parteipräsident und Parlamentarier muss/darf er mit linken und grünen Frauen zusammenarbeiten, die ihn aber nach diesen Äusserungen definitiv nicht mehr ernst nehmen können», so Mumentaler weiter. Die SP Stadt Luzern erwarte, dass sich die SVP Stadt Luzern «von diesen Aussagen distanziert und Konsequenzen zieht».

scd

Kuhns Eintrag im Volltext:

«Von linken, ausgelumpten Frauen

Nach drei Wochen Aufenthalt in einer Grossstadt in einem vom Kommunismus runter gewirtschafteten und gezeichneten Land freut man sich wieder auf zahlreiche Dinge in der Schweiz. Auf was man jedoch sehr gut und gerne verzichten könnte, sind die zahlreichen linken und ungepflegten Frauen. Frauen, welche nichts auf ihr Äusseres geben und man zweimal hinschauen muss, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Frauen, welche in Lumpen herumlaufen, keinen Schmuck tragen und keine Schminke gebrauchen, obwohl sie es dringend nötig hätten.

Es ist auffallend, dass in den meisten Ländern die Frauen zu sich schauen und sich demzufolge auch weiblich kleiden und bewegen. In anderen Ländern schauen sie zu sich und achten darauf, dass sie gepflegt und nicht 'verlumpt' herumlaufen. Auch die älteren Damen sind sich nicht zu schade, sollten die Haare grau werden, diese zu färben, damit sie auch im Alter attraktiv wirken und nicht mit ihren grauen Haaren um 10 Jähre älter wirken.

Nicht so in der Schweiz, wo man sich tagtäglich diese Linken, ungepflegten, 'verfilzten' Weiber ansehen muss, welche überhaupt keine Weiblichkeit ausstrahlen. Manchmal kann man sich wirklich fragen, ob man sich ein einem Gruselkabinet befindet.

Auch gab es in 3 Wochen keine einzige Frau, welche mit dem Veloanhänger einkaufen ging oder so dumm sind ihre Kinder in einen Kinder-Veloanhänger zu setzen und in der Stadt herumzufahren.

Die linken Schweizer Frauen könnten noch einiges Lernen, aber diese Emanzen laufen lieber wie Vogelscheuchen umher.»