Schlaue, aber unbeliebte Vögel im Naturmuseum

«Schlaue Biester mit schlechtem Ruf»: Das Natur-Museum Luzern widmet seine neue Sonderausstellung den Raben. Vorgestellt werden die zehn Raben-Arten der Schweiz, aber auch farbige Vertreter dieser Familie aus den Tropen und Subtropen.

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Museumsdirektorin Britta Allgöwer in der Raben-Ausstellung. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Museumsdirektorin Britta Allgöwer in der Raben-Ausstellung. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Die Einstellung des Menschen zum Raben schwankt zwischen Verehrung und Abscheu. Er wird als kluger Vogel bewundert und als Galgenvogel verschrieen, als Galgenvogel verehrt und als Schädling verfolgt. Unbestritten sind seine bemerkenswerte Auffassungsgabe und seine Lernfähigkeit - Raben zählen zu den intelligentesten Vögeln.

Die von den Naturmuseen Olten und St. Gallen konzipierte Ausstellung zeigt die Vielfalt und die wechselvolle Geschichte dieser Tiere aus der Gruppe der Singvögel. Im Mittelpunkt stehen die Lebensweise der zehn in der Schweiz heimischen Rabenvogel-Arten sowie die vielfältigen Gründe für die Konflikte mit diesen Vögeln.

Das Natur-Museum Luzern hat die Ausstellung mit regionalen Rabengeschichten ergänzt. So etwa mit der Rolle, die sie 1633 beim verheerenden Brand der Hofkirche spielten. Mit Pulvergeschütz wollte man damals die Dohlen (eine Rabenart) aus dem Gebälk der Kirche vertreiben und löste damit das Feuer aus.

Zusammen mit der Sonderausstellung wurde am Samstag im Natur- Museum auch die «Rabenwerkstatt» eröffnet. In einem Integrationsprojekt haben Berner Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Kulturen (kidswest.ch) Rabenbilder geschaffen, mit denen sie nun in Luzern zu Gast sind. Die Rabenausstellung dauert bis zum 22. April 2012.

sda

Mehr Infos unter www.naturmuseum.ch