Schlechtes Gewissen nach 30 Jahren: Anonymer Dieb bezahlt der Kanti Reussbühl Hanteln zurück

Am Donnerstag hat das Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement ein anonymes Schreiben erhalten, in dem jemand entschuldigt, in den 90er-Jahren aus der Kanti Reussbühl Hanteln entwendet zu haben. Dem Schreiben liegen 40 Franken bei. Der Kanton nimmt's mit Humor.

Linda Leuenberger
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Da hat jemanden das schlechte Gewissen eingeholt – und das reichlich spät: Das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern hat am Donnerstag ein anonymes Schreiben erhalten. Darin beichtet der Verfasser oder die Verfasserin, Anfang der 1990er-Jahre der Kanti Reussbühl zwei Hanteln gestohlen zu haben. Dem Brief liegen 40 Franken als «Schadenersatz» und ein Foto einer Hantel bei. Regula Huber, die Kommunikationsverantwortliche des Bildungsdepartements, teilt uns auf Anfrage mit, was im Brief steht. Fast schon rührend:

Entschädigung
Entwendung zum Gebrauch in der Zeit zwischen 1990 und 1993 (Kantonsschule Reussbühl)
CHF 15.90 x 2 (Hanteln 3kg)
Ich bitte Sie um Entschuldigung

Der Kanton versichert auf Facebook, das Geld an die Kanti Reussbühl zu überweisen – und nimmt die kuriose Zuschrift mit einem Augenzwinkern:

«Wir hoffen, das schlechte Gewissen war Ansporn, um kräftig zu trainieren in den vergangenen 30 Jahren!»

Derartige Zuschriften erreichen den Kanton Luzern «leider eher weniger», sagt Regula Huber: «In der Regel erhalten wir schon ernsthafte und sachlich zugeordnete Post.» Dann ist es wohl umso besser, konnte der oder die Übeltäterin den Mitarbeitenden des BKD ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.