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Das sagt der Viva-Luzern-Chef zur Schliessung der Pflegewohnungen

Ende Jahr werden zwei Pflegewohnungen geschlossen. Betroffen sind 19 Bewohner und 36 Angestellte. Letztere werden nun bei der Jobsuche unterstützt.
Sandra Monika Ziegler
Beat Demarmels, Geschäftsführer der Viva Luzern AG.

Beat Demarmels, Geschäftsführer der Viva Luzern AG.

Von der Schliessung der beiden städtischen Pflegewohnungen «Studhalden» und «Imfang» im Tribschen-Langensand-Quartier sind 19 Bewohnerinnen und Bewohner und 36 Mitarbeitende betroffen. Der Entscheid dazu fiel Mitte März dieses Jahres, die Mitarbeitenden wurden im April informiert. Geführt werden die Pflegewohnungen von der Viva Luzern AG, die zu 100 Prozent der Stadt Luzern gehört.

Dies brachte die Politik auf den Plan. In Form einer Interpellation forderten die Grünen und die Jungen Grünen sowie die SP/JUSO-Fraktion vom Luzerner Stadtrat vor kurzem einige Auskünfte. Unter anderem wollen die beiden Fraktionen wissen, ob es zutreffe, dass selbst nach dem Schliessungsentscheid neue Bewohner in die Pflegewohnungen «Studhalden» und «Imfang» aufgenommen worden sind. Die Antworten vom Luzerner Stadtrat sind noch ausstehend. Viva-Geschäftsführer Beat Demarmels erklärt jedoch auf Anfrage: «Nach dem Entscheid zur Teilschliessung der Pflegewohnungen ist ein Langzeitbewohner eingetreten. Aus persönlichen Gründen wollte er in der Nähe seiner Angehörigen wohnen und ist deshalb in ein anderes Betagtenzentrum von Viva Luzern umgezogen.»

Anfragen für Aufenthalte trotz geplanter Schliessung

Von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern seien bereits zehn Personen in andere Viva-Betriebe umgezogen. Eine Person sei zudem zu den pflegenden Angehörigen gezogen, so Demarmels weiter. Obwohl die Schliessung der Pflegewohnungen beschlossene Sache ist, gäbe es immer noch Anfragen für Kurzaufenthalte: «So sind zwei Bewohner als Temporäraufenthalter für einige Wochen und eine Person als Nachtgast vor einigen Wochen in die Pflegewohnungen eingetreten.»

Im «Studhalden» leben heute noch fünf Personen, in der Pflegewohnung «Imfang» deren vier. Der Umzug sei per se eine schwierige Angelegenheit und eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten, so Demarmels. Dazu gehören auch die 36 Mitarbeitenden. Für sie verlangte die Gewerkschaft einen Sozialplan.

«Vereinzelt konnten Mitarbeitende auch in ein anderes Pflegeheim ausserhalb von Viva Luzern vermittelt werden.»

Wie ist hier der Stand der Dinge? Demarmels: «Mit der Mehrheit der Betroffenen konnte bis heute eine Lösung vereinbart werden. Der grösste Teil von ihnen bleibt bei Viva Luzern. Darunter sind vier Pflegemitarbeitende, die diesen Sommer eine Lehre als Fachfrau/Fachmann Gesundheit im Viva Luzern Wesemlin beginnen und eine weitere Person, die ihre Lehre im nächsten Jahr beginnt. Vereinzelt konnten Mitarbeitende auch in ein anderes Pflegeheim ausserhalb von Viva Luzern vermittelt werden – oder sie haben selber aktiv eine Stelle gesucht.» Es besteht auch eine Begleitgruppe aus je zwei Vertretern der Personalverbände und Viva Luzern.

In den nächsten Jahren keine weitere Schliessung

Zur Entlastung der Pflegenden sei, so Demarmels, Supervision und Coaching angeboten worden. Einzelne hätten diese Angebote genutzt. Um punktuell Entlastung bieten zu können, hätten Mitarbeitende der Pflegewohnungen Tribschen Arbeitseinsätze im «Studhalden» und «Imfang» geleistet. Die Betroffenen werden von der Personalabteilung von Viva Luzern bei der Jobsuche eng begleitet. Demarmels ist überzeugt, dass für alle Betroffenen eine gute Lösung gefunden werden kann. Und was geschieht mit den zwei neueren Pflegewohnungen «Tribschen»? «Die bleiben die nächsten sechs bis sieben Jahre bestehen», sagt Beat Demarmels.

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