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Schliessung oder Sanierung: Reiden entscheidet im März über das Schwimmbad

Zustimmung zum redimensionierten Projekt oder Stilllegung des Betriebs? Der Gemeinderat legt den Stimmbürgern zwei Varianten vor. Eine Sanierung könnte auch eine Steuererhöhung zur Folge haben.
Ernesto Piazza
Wird sie gerettet? Die Badi Reiden. (Bild: Corinne Glanzmann, Reiden, 2. März 2017)

Wird sie gerettet? Die Badi Reiden. (Bild: Corinne Glanzmann, Reiden, 2. März 2017)

Jetzt will der Reider Gemeinderat beim Thema Badi Nägel mit Köpfen machen. Er hat beschlossen, das Projekt am 31. März in einer Doppelabstimmung an die Urne zu bringen. Dann entscheidet der Reider Souverän über zwei Varianten. Und zwar, ob er dem redimensionierten Projekt von 7,3 Millionen Franken zustimmen oder die Badi stilllegen will. «Bei dieser Ausgangslage befindet der Bürger auch darüber, ob er dem finanzpolitischen oder dem gesellschaftlichen Aspekt mehr Bedeutung beimisst», sagt der für das Ressort Bau/Infrastruktur zuständige Gemeinderat Willi Zürcher (FDP). Denn Fakt ist: Die Badi Reiden wird wohl nie selbsttragend sein und das Sanierungsprojekt verursacht Kosten, welche sich im Rahmen eines Steuerzehntels bewegen. Aktuell steht Reiden bei 2,3 Einheiten.

Ende September hatte der Verwaltungsrat der Badi Reiden AG das jetzige Projekt der Exekutive vorgestellt. Es beinhaltet vor allem die Sanierung des Hallenbades. Dazu gehört die Bereitstellung einer zeitgemässen Infrastruktur, der Ersatz der Schwimmbadtechnik sowie der An- und Ausbau der Gastronomie mit einem Erlebnisspielplatz. Die Überholung des Freibades soll nur punktuell vorgenommen werden. Mit dieser «Light-Version» will man vor allem die geltenden Sicherheitsvorschriften einhalten. Zusätzliche Standbeine aus dem ersten Projekt wie beispielsweise die Erweiterung des SPA oder die Errichtung der Stellplätze für Wohnmobile fielen dem Spargedanken zum Opfer. Der früher veranschlagte Betrag lag bei 9,5 Millionen Franken.

Kreditgeber verlangt Solidarbürgschaft

Die Finanzierung soll durch eine Aktienkapitalerhöhung der Gemeinde Reiden von 2,4 Millionen Franken und mittels Fremdkapital von 4,7 Millionen Franken erfolgen. Beim letzteren Betrag sind die zugesicherten Darlehen fünf umliegender Gemeinden in der Höhe von zirka 600 000 Franken eingerechnet. «Diese Kommunen bekunden vor allem ein regionales Interesse am Hallenbad», so Zürcher. In dem Zusammenhang hat Reiden mit zirka 15 Gemeinde gesprochen. Um auf die 7,3 Millionen Franken zu kommen, erhofft sich Reiden noch 200 000 Franken aus Sport-Toto-Geldern.

Auch beim redimensionierten Projekt verlangt der Kreditgeber für die Fremdmittel von der Gemeinde eine Solidarbürgschaft – und zwar in der Höhe der Kreditsumme. Zudem hat Reiden einen jährlichen Betriebsbeitrag zwischen 400 000 und 450 000 Franken zu leisten. Mit der Investition will man den Badebetrieb für mindestens 20 Jahre sicherstellen. Diese Sanierungsvariante bietet die Möglichkeit, eine intensive Zusammenarbeit mit den Bädern im unteren Wiggertal auf politischem Weg zu prüfen.

Stimmt das Volk dem Projekt zu, wird der Verwaltungsrat unverzüglich Sofortmassnahmen einleiten. Das Freibad soll auf die Sommersaison eröffnet werden. Die Sanierung des Hallenbades erfolgt nach der Wintersaison 2019/20. Bei einer Stilllegung wird der Hallenbadbetrieb bis mindestens zu den Sommerferien aufrechterhalten. Mit der Massnahme könne vor allem das Schulschwimmen sichergestellt werden, erklärt Zürcher. Auf den Start der Freibadsaison 2019 würde dann aber verzichtet.

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