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Kommentar

Schluss mit dem Machtkampf zwischen SBB und Bund

Redaktor Christian Glaus zum Fahrplanentwurf der SBB.
Christian Glaus
Christian Glaus.

Christian Glaus.

Die Ankündigung der SBB zum Fahrplanwechsel in der Zentralschweiz weckt schlechte Erinnerungen. Luzern soll ab Dezember wieder eine tägliche Direktverbindung um 8.18 Uhr ins Tessin erhalten. Dasselbe hatten die SBB schon vor einem Jahr versprochen, umsetzen konnten sie das Vorhaben aber nicht. Die Folge: Heute herrscht ein fahrplantechnisches Chaos. Je nach Wochentag fährt der erste Direktzug ins Tessin in Luzern um 8.18, 9.18 oder 10.18 Uhr ab. Kundenfreundlich ist das nicht.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen? Schuld ist ein Machtkampf zwischen dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den SBB, der auf dem Buckel der Passagiere ausgetragen wird. Bei den Direktverbindungen ins Tessin geht es primär um die Frage, um welche Zeit ein Personenzug durch den Gotthard-Basistunnel fahren darf, und um welche Zeit die Güterzüge fahren. Die SBB wollten letztes Jahr mit dem Frühzug ab Luzern ein sogenanntes Gütertrassee nutzen. Der Bund untersagte dies, worauf die tägliche Frühverbindung gestrichen wurde.

Nun unternehmen die SBB einen neuen Anlauf und unterbreiten einen Kompromissvorschlag: Das wenig genutzte Gütertrassee am Morgen soll mit einem wenig genutzten Personentrassee am Mittag getauscht werden. Die Überlegung ist einfach – und nachvollziehbar: So können die SBB die rentable 8-Uhr-Verbindung ab Zürich ins Tessin aufrecht erhalten und gleichzeitig ab Luzern wieder einen direkten Frühzug anbieten. Damit würden endlich auch wieder die Passagiere aus der Zentralschweiz auf ihre Kosten kommen. Nun liegt es an Bund und SBB, diesen interessanten Vorschlag partnerschaftlich weiterzuverfolgen – und ihren Machtkampf zu beenden. Den Passagieren ist es schliesslich egal, auf welchem Trassee ihr Zug fährt. Wichtig ist für sie einzig, attraktive Verbindungen zu haben.

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