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Tour de Lucerne: Am Napf gibt es eine Schmerzschlaufe

Rauf und runter geht es im Napfbergland. Für die Pedaleure der grosse Härtetest auf der Tour. Das Nahrungsangebot ist knapp, dafür wartet ein Dessert auf sie.
Urs-Ueli Schorno

Von Willisau herkommend beginnt es also: Das Napfbergland. Wir sind guten Mutes. Fahren auf zunächst asphaltierten Wegen nach Hergiswil. Dann auf schottrigen, später grobschottrigen Wegen entlang sanfter Serpentinen auf Wiggernalp. Rauf und runter. Wir sind auf der jüngsten Veloroute Luzerns, der Herzschlaufe Napf, die im vergangenen April feierlich eröffnet wurde.

Rauf und wieder runter. Es soll das Motto sein am Napf. Schnell wird klar, weshalb die Macher die sauber gekennzeichnete Route 399 als E-Bike-Weg anpreisen: Das stetige Auf und Ab zehrt nicht nur an der Kondition, sondern auch an der Psyche der Pedaleure. Das nächste Ziel im Blick, tun sich unter uns unvermittelt Abgründe auf. Die haben einen Namen: Zum Beispiel Fuchsloch. Die Abfahrten mit den tourentauglichen Rennern werden auf den Schotterpisten zu Mutproben. Unser Gast mit dem Mountainbike findet es hingegen witzig.

Betriebsferien statt deftiges Zmittag

Wir folgen der Änziwigger runter, dem obersten Teil des Goldgräberflusses. Gelangen via Waldegg nach Menzberg rauf. Freuen uns auf ein deftiges Zmittag. Doch: Betriebsferien. Zwei Restaurants, ein Dorfladen. Alle drei geschlossen. Unsere Mienen verfinstern sich wie der Himmel über uns, der Gewitter ankündigt. Leicht entnervt werfen wir uns den Menzberg runter. Ins Löchli. Sitzen in die Beiz. Bestellen Älplermagronen, die unser Herz einigermassen erwärmen und den Magen sicher füllen.

Kurz bevor ein paar Tropfen einsetzen, kommen weitere Gäste. Ein Blick auf die sich öffnende Autotür: Klaus. Ausgerechnet jener Klaus, der uns Stunden zuvor in Willisau begegnet ist (Ausgabe vom 4. August). Schelmisch blickt er zu uns, die wir konzentriert Teigwaren in uns hineinschaufeln. Sagt etwas. Wir murren zurück. Er schaut uns noch einen Moment lang an, bevor er sich seinem Kollegen zuwendet. Ihm auf der Herzschlaufe Napf zweimal zu begegnen, damit hätten wir nicht gerechnet. Nun gut. Zum Dessert geht’s nach Holzwäge rauf. Nach Romoos runter. Die Reststrecke nach Entlebuch erscheint uns flach – und wir sind platt.

Die Journalisten Urs-Ueli Schorno und Raphael Zemp sind entlang der Kantonsgrenzen mit ihren Velos auf die Tour de Lucerne gegangen. Alle Artikel finden Sie hier

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