Schnaps
Die Amstutz Manufaktur aus Rothenburg ist «Brenner des Jahres 2021»

DistiSuisse zeichnete im Hotel Montana Schweizer Brennereien aus. Die Amstutz Manufaktur veredelte Randen und übrig gebliebenes Bier und hatte damit Erfolg.

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Die Brennereibranche DistiSuisse prämiert alle zwei Jahre die besten Schweizer Spirituosen. Die Rothenburger Amstutz Manufaktur erhielt gemeinsam mit sechs anderen Schweizer Brennereien am 27. Oktober im Luzerner Hotel Montana den Titel «Brenner des Jahres 2021». Das Unternehmen wurde ausserdem für seine Brände Vieille Kirsch, Eier-Kirsch-Likör und Bierbrand im Barrique mit Gold ausgezeichnet. Der ebenfalls prämierte Randen Brand wurde sogar zum Kategoriensieger «Gemüse- und Kartoffelbrand» erkoren. Diverse weitere Brände erhielten Silber.

Brenner Werner Burri (links) und René Eberli waren am Erfolg beteiligt.

Brenner Werner Burri (links) und René Eberli waren am Erfolg beteiligt.

Bild: PD

105 Brennereien stellten sich der Herausforderung und reichten 568 Produkte ein. 113 Produkte wurden mit Gold und 323 mit Silber ausgezeichnet.

Destillat aus übrig gebliebenem Bier

Der Randen Brand sei aus einem Kundenwunsch entstanden, schreibt die Amstutz Manufaktur in ihrer Medienmitteilung. Da es einen solchen damals noch nicht im Sortiment gab, kreierten sie ihn selber und wurden prompt dafür ausgezeichnet.

Ebenfalls eine spezielle Geschichte hat das Bier. Dieses stammt von der Rathausbrauerei in Luzern. Da aufgrund der Pandemie die Gäste ausblieben, konnte nicht alles Bier verkauft werden. Die Amstutz Manufaktur destillierte daraus einen klaren Bierbrand und baute einen Teil davon im Barrique aus.

Das deckt sich mit der Philosophie des Unternehmens. So steht in der Mitteilung: «Die Amstutz Manufaktur hat das Ziel, aus einheimischem Obst und Früchten hochstehende Destillate zu erzeugen. Unser Label ist die Einfachheit: Hier steht der Baum, ganz in der Nähe ist die Brennerei und unsere Kunden aus der Schweiz verhindern lange Transporte.» Ausserdem wolle Amstutz Manufaktur den Landwirten langfristig einen fairen Preis bezahlen und einen Beitrag zum Erhalt der Obstbäume leisten.

Die Inhaber Toni und Stefan Schürch.

Die Inhaber Toni und Stefan Schürch.

Bild: PD