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Schnee in Uri: Das ist die Situation

In Uri sind mehrere Kantonsstrassen gesperrt. Am Dienstag wird die Situation neu beurteilt.
Florian Arnold
Die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt, hier vor dem Teufelsstein, ist wegen einer Lawinengefahr bis auf weiteres geschlossen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 14. Januar 2019)

Die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt, hier vor dem Teufelsstein, ist wegen einer Lawinengefahr bis auf weiteres geschlossen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 14. Januar 2019)

Aufgrund der lokal sehr grossen Schneemengen besteht im ganzen Kanton Uri die Lawinengefahr der Stufe 5. «Mit dem starken Wind in höheren Lagen kann es an exponierten Stellen zu Schneeverwehungen kommen, welche die Stabilität von Hängen verändern und die Lawinengefahr weiter verstärken können», heisst es in einer Mitteilung der Kantonsverwaltung.

Gesperrt sind folgende Abschnitte:

  • Amsteg – Göschenen
  • Göschenen – Andermatt (Schöllenen; Nationalstrasse)
  • Andermatt – Realp
  • Gurtnellen Wiler – Gurtnellen Dorf
  • Wassen – Färnigen
  • Urnerboden – Linthal
  • Unterschächen – Urigen

Aufgrund der Lawinengefahr sind auch einige Gemeindestrassen gesperrt. An verschiedenen Orten waren Lawinenniedergänge zu verzeichnen. Es kam zu keinen verletzten Personen. Über grössere Sachschäden liegen der Polizei keine Kenntnisse vor. Evakuationen gab es keine.

Wetter soll sich am Dienstag beruhigen

«Der Chef des kantonalen Führungsstabs ist in Kontakt mit den betroffenen kantonalen und kommunalen Partnern», heisst es weiter in der Mitteilung. Laufend wird die aktuelle Situation beurteilt, um nötigenfalls die erforderlichen Massnahmen treffen zu können. Morgen Dienstag ist im Verlauf des Tages mit einer Beruhigung der Wetterlage zu rechnen. Eine Neubeurteilung der Lawinensituation findet am Dienstagmorgen, 15. Januar 2019, statt.

Aktuelle Infos

Informationen wie etwa ein Update zu den Zeiten von Strassensperrungen können eingesehen werden unter www.ur.ch/strasseninfos. Die aktuellsten Verkehrsmeldungen der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) sind zu finden unter www.matterhorngotthardbahn.ch/de/winter.

Realper zur Vorsicht angehalten

In Realp hat sich der Gemeindeführungsstab zu einer Lagebeurteilung getroffen. Wie Gemeindepräsident Armand Simmen sagt, mussten keine Personen evakuiert werden. «Mit den Leuten, die in den Gefahrengebieten wohnen, stehen wir im Kontakt», so Simmen. Die Dorfbewohner wurden zudem angehalten, sich nur innerhalb von Markierungen zu bewegen.

Einige Realper konnten am Sonntagabend nicht mehr nach Hause reisen. Für diese wurden Übernachtungsmöglichkeiten in Andermatt organisiert. Vom Angebot der Helikopterflüge für Einheimische konnte niemand Gebrauch machen, da kein Flugwetter herrschte. Touristen, die sich bis Sonntag in Realp aufhielten, habe man rechtzeitig mit dem Zug nach Hause schicken können, erzählt Simmen. Kurze Zeit später war auch diese Verbindung gekappt. «Wir hoffen, dass sich das Wetter morgen beruhigt und wir spätestens am Mittwoch wieder zur Normalität übergehen können», sagt der Gemeindepräsident.

Momentan kein Flugwetter

In Uri konnten am Montag keine Helikopterflüge durchgeführt werden, heisst es auf Nachfrage bei Swiss Helicopter in Erstfeld. Zu Notfällen kam es nicht, die einen Flug nötig gemacht hätten. Man geht davon aus, dass Flüge am Dienstag wieder möglich sind, hauptsächlich um die Situation zu beurteilen oder Personen auf betroffenen Gebieten zu bringen.

Die Gefahrenstufe 5 «sehr gross» der Lawinengefahrenskala bedeutet: Viele sehr grosse und extrem grosse spontane Lawinen sind zu erwarten. Diese können Strassen und Siedlungen in Tallagen erreichen. Quelle: www.slf.ch

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