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Schnipp-schnapp – und die neue Riesen-Garage in Buchrain ist eröffnet

Aus drei mach eins: Die Amag hat in Buchrain drei Standorte zusammengezogen. Der neue Garagen-Betrieb mit 140 Angestellten setzt punkto Grösse in der Region neue Massstäbe – und wartet mit mehreren Besonderheiten auf.
Roman Hodel
Ohne das obligate Band geht's natürlich nicht (von links): Amag-Managing-Director Mathias Gabler, Amag-Buchrain-Chef Michael Grossniklaus und Beat Struchen, Leiter Betriebsverbund Zentralschweiz bei der Amag eröffnen den neuen Betrieb. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)

Ohne das obligate Band geht's natürlich nicht (von links): Amag-Managing-Director Mathias Gabler, Amag-Buchrain-Chef Michael Grossniklaus und Beat Struchen, Leiter Betriebsverbund Zentralschweiz bei der Amag eröffnen den neuen Betrieb. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)

Die Dimensionen sind bereits von aussen beeindruckend: Auf einer Fläche von über drei Fussballfeldern hat die Amag unweit des Autobahnanschlusses Buchrain innert zwei Jahren eine Grossgarage aus dem Boden gestampft. Diese ist auf drei Gebäude verteilt. Darum herum sind 100 Kundenparkplätze angelegt, die durch eine Strasse erschlossen sind. Michael Grossniklaus, Geschäftsführer der Amag Buchrain, sagt auf einem Medienrundgang am Dienstag:

«Es ist komfortabel wie bei einer amerikanischen Mall – der Kunde kann direkt vor jenem Teil unseres Betriebs parkieren, den er gerade benötigt.»

Auch im Innern ist Grösse angesagt. Das gilt vor allem für das Hauptgebäude. Die dort eingerichtete Ausstellung für neue VW Personenwagen ist laut Eigenwerbung «der grösste VW-Showroom» der Schweiz mit 18 Stellplätzen. Richtig gross ist auch die dahinter liegende Werkstatthalle: 38 Autos können hier gleichzeitig repariert werden. In der Halle daneben befindet sich überdies das Karosserie- und Lack-Center. Dort werden Autos auf zwei Anlagen mit je vier abgetrennten Sektionen zunächst maskiert – also die nicht betroffenen Stellen abgedeckt –, dann lackiert, getrocknet und schliesslich demaskiert.

Hier und auch an anderen Orten sorgen Oblichter für Tageslicht. Hinzu kommen riesige Fensterfronten in den Verkaufsräumen, Büros und sogar Garderoben. Letztere befinden sich nicht etwa im Keller, sondern im ersten Obergeschoss, mit prächtigem Ausblick. «Die Mitarbeiter sind es schliesslich, die den Laden schmeissen, also sollen sie es gut haben», sagt Architekt Christian Schüpbach. Das Büro aus Andelfingen ZH hat in der Schweiz schon mehrere Grossgaragen entworfen.

Riesig ist vieles, zum Beispiel die Werkstatthalle... (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Riesig ist vieles, zum Beispiel die Werkstatthalle... (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
...38 Autos können hier gleichzeitig repariert werden. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)...38 Autos können hier gleichzeitig repariert werden. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
222 Meter lang, 68 Meter breit und 12 Meter hoch – so gross ist der Gebäudekomplex der neuen Amag Buchrain. (Bild: Amag) 222 Meter lang, 68 Meter breit und 12 Meter hoch – so gross ist der Gebäudekomplex der neuen Amag Buchrain. (Bild: Amag)
Am Dienstag, 19. März 2019, wurde der Betrieb offiziell eröffnet (von links): Amag-Managing-Director Mathias Gabler, Amag-Buchrain-Chef Michael Grossniklaus und Beat Struchen, Leiter Betriebsverbund Zentralschweiz bei der Amag eröffnen den neuen Betrieb. (Bild: Dominik Wunderli)Am Dienstag, 19. März 2019, wurde der Betrieb offiziell eröffnet (von links): Amag-Managing-Director Mathias Gabler, Amag-Buchrain-Chef Michael Grossniklaus und Beat Struchen, Leiter Betriebsverbund Zentralschweiz bei der Amag eröffnen den neuen Betrieb. (Bild: Dominik Wunderli)
Die Garderoben sind dank der Fensterfronten hell und sogar die Kästli sind an der Lüftung angeschlossen. Dies, weil die Gwändli meist ölverschmiert sind. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Die Garderoben sind dank der Fensterfronten hell und sogar die Kästli sind an der Lüftung angeschlossen. Dies, weil die Gwändli meist ölverschmiert sind. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
Blick ins Karosserie- und Lackcenter... (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Blick ins Karosserie- und Lackcenter... (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
...dort befindet sich auch der «Caroliner». Eine Richtbank, die Fahrzeuge mit einer Zugkraft von bis zu 10 Tonnen in die ursprüngliche Form zurückbringt. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)...dort befindet sich auch der «Caroliner». Eine Richtbank, die Fahrzeuge mit einer Zugkraft von bis zu 10 Tonnen in die ursprüngliche Form zurückbringt. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
Keine gewöhnliche Tiefgarage: Das ist ein kleiner Teil der jederzeit zugänglichen Occasionsausstellung im Untergeschoss. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Keine gewöhnliche Tiefgarage: Das ist ein kleiner Teil der jederzeit zugänglichen Occasionsausstellung im Untergeschoss. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
Auf dieser Drehscheibe werden alle Occasionsautos ins beste Licht gerückt und fotografiert – die Fotos benötigt Amag für die Inserate auf Internet-Plattformen. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Auf dieser Drehscheibe werden alle Occasionsautos ins beste Licht gerückt und fotografiert – die Fotos benötigt Amag für die Inserate auf Internet-Plattformen. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
Sitzgelegenheiten für die Kunden von morgen im Showroom. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)Sitzgelegenheiten für die Kunden von morgen im Showroom. (Bild: Dominik Wunderli, Buchrain 19. März 2019)
Gähnende Leere herrscht derweil gin der Amag Ebikon – einer der drei aufgegebenen Standorte. (Bild: hor)Gähnende Leere herrscht derweil gin der Amag Ebikon – einer der drei aufgegebenen Standorte. (Bild: hor)
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So sieht es in der neuen Amag Buchrain aus

Flankiert wird das Haupthaus von zwei wesentlich kleineren Gebäuden. Im einen ist das VW-Nutzfahrzeugzentrum mit Verkauf und Werkstatt untergebracht, im anderen die interne Waschanlage. Verbunden sind alle drei mit einer riesigen Tiefgarage. Dort finden einerseits die Autos der Mitarbeiter Platz, andrerseits die Occasions-Ausstellung mit über 100 Wagen. Einer davon steht gerade auf einer gut beleuchteten Drehscheibe. Geschäftsführer Grossniklaus sagt:

«Auf dieser fotografieren wir unsere Occasionsautos von allen Seiten für den optimalen Auftritt im Internet – der Hintergrund wird jeweils retouchiert.»

Die unterirdische Ausstellung ist rund um die Uhr zugänglich. Allfälligen Vandalen sei gesagt: Kameras halten das Geschehen im Auge.

Total 49 Millionen Franken lässt sich die Amag den neuen Betrieb kosten. Er ersetzt die bisherigen Standorte in Ebikon, Emmenbrücke und Rain. Gemäss Grossniklaus waren betriebswirtschaftliche Gründe für den Zusammenzug ausschlaggebend – aber nicht nur: «Die Kunden erhalten nun alles am einen Ort.»

Zudem habe man im Gegenzug über 20 neue Stellen geschaffen. Konkret im Karosserie- und Lackcenter sowie durch die Ansiedlung der zentralen Fahrzeugdisposition für die Deutschschweiz. Insgesamt arbeiten 140 Amag-Angestellte in Buchrain, davon 20 Lernende. Alles eben eine Nummer grösser jetzt.

Hinweis: Das grosse Eröffnungsfest steigt am kommenden Samstag (9 bis 17 Uhr) und Sonntag (10 bis 17 Uhr).

Das passiert mit den alten Amag-Arealen

Für alle drei bisherigen Standorte hat die Amag Pläne: In Emmenbrücke ist eine Zwischennutzung durch die Amag Emmen vorgesehen. Diese will ihr Skoda-Center bei der Mooshüsli-Badi ausbauen und braucht deshalb vorübergehend einen Ersatz. In Rain will die Amag das kleinere Areal (ehemaliger Seat-Betrieb) verkaufen, für das grössere Areal hat sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. In Ebikon ist eine Überbauung mit rund 260 Wohnungen geplant (wir berichteten). (hor)

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