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SCHÖTZ: Über 500 Personen wollten den «Burning Man» in Flammen sehen

Eine Feuersbrunst hat am Samstag den Schötzer Nachthimmel erhellt: Träff Schötz hat mit «One Burning Man» für einen Grossaufmarsch im Luzerner Hinterland gesorgt.
Flammenkünstler Andreas Lanzendörfer hat den Burning Man in Flammen gesetzt. (Bild: Stefan Bossart)

Flammenkünstler Andreas Lanzendörfer hat den Burning Man in Flammen gesetzt. (Bild: Stefan Bossart)

Es gehört zu den grössten Projekten in der Vereinsgeschichte des Kulturvereins Träff Schötz: Am Samstag lud die Truppe zum Abtanzen und Abfackeln: Auf dem ehemaligen Schötzer Zivilschutzareal war «One Burning Man» angesagt. Träff Schötz holte damit das Burning-Man-Festival aus der Wüste Nevadas ins Hinterland: Geboten wurden sieben One-Man-Bands und mit ihnen rohe Rocksongs, sphärische Klangexperimente und ungeschliffener Blues-Trash-Sound. Über 500 Festivalbesucher wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Besucheraufmarsch“, sagt Vereinspräsident Hans Gut. „Ein Blick in die Menge entschädigte für den grossen Chrampf der letzten Tage.“

Burning Man machte Böögg Konkurrenz

Wie beim Pendant in den USA wurde bei «One Burning Man» eine über sechs Meter hohe Holzfigur abgefackelt. Erhaben thronte sie über dem Festivalgelände. Alle Augen richteten sich um 22 Uhr auf Flammenkünstler Andreas Lanzendörfer, der den Burning Man in Brand setzte. Vom Flammenspiel umzüngelt, büsste die Holzfigur nichts an Eleganz ein. Der Burning Man brannte bis auf zwei Balken lichterloh ab, ohne in sich zusammenzufallen. „Darin zeigt sich der Unterschied zum Zürcher Sechselläuten und deren Böögg“, sagte Max Renggli, CEO der gleichnahmigen Schötzer Holzbauunternehmung, mit einem Augenzwinkern. Lehrlinge seiner Firma hatten den über sechs Meter Burning Man gebaut.

Lichtkünstler begeisterten

Daniel Meier, der zusammen mit Philipp Bammert für die Festivalleitung verantwortlich zeichnete, hob nebst musikalischen Highlights – etwa den Franzosen King Automatic oder den Zürcher Urban Junior – die Arbeit der Mukke Bude hervor. Die Luzerner Lichtkünstler-Kombo setzte das Festivalgelände visuell in Szene und liess unter anderem an einem Kran die Diskokugel glitzern. „Sie haben One Burning Man das stimmige Ambiente verpasst“, sagt Meier.

Seit dem frühen Sonntagmorgen sind nun die Räumarbeiten in Gange, die letzten Spuren des Festivals werden beseitigt. Vorbei ist vorbei. Denn: Was Träff Schötz auszeichnet, sind buchstäblich einmalige Projekte. Für die Idee von «One Burning Man» wurde der Kulturverein vom Kanton Luzern im letzten Jahr mit einem 15’000-Franken-Werkbeitrag unterstützt. Dem fünften Kulturpreis in 33 Jahren Vereinsgeschichte.

fi

Der Burning Man, von Flammen umzüngelt. (Bild: Stefan Bossart)

Der Burning Man, von Flammen umzüngelt. (Bild: Stefan Bossart)

Der Zürcher Urban Junior sorgte für mega Töne. (Bild: Stefan Bossart)

Der Zürcher Urban Junior sorgte für mega Töne. (Bild: Stefan Bossart)

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